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	<title>qummunismus / kommunismus reloaded</title>
	<link>http://qummunismus.at/</link>
	<description>Radikale Kritik am kapitalistischen System ist heute notwendiger denn je. Traditionelle Kommunistische Parteien sind allerdings dazu kaum in der Lage. Sie sind mehr oder weniger noch immer in autorit&#228;ren, hierarchischen, planwirtschaftlichen Strukturen und Denken des gescheiterten Realsozialismus verhaftet. Ein Neubeginn ist notwendig: Qummunismus ist Kommunismus reloaded.</description>
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	<item>
		<title>F&#252;r eine Ausweitung des NS-Verbotsgesetzes</title>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique1.html">Antirassismus</category>

		<dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
		<dc:subject>Nationalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Medienkonzentration</dc:subject>
		<dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>

		<description>Fast 65 Jahre lang gibt es in &#214;sterreich inzwischen ein NS-Verbotsgesetz. Leider hat aber die Geschichte gezeigt dass dies zu wenig wirkungsvoll ist: Noch immer gibt es hier Rechtsextreme Parteien die gegen MigrantInnen hetzen, NS-Verbrechen verharmlosen oder relativieren, Nationalismus sch&#252;ren und mehr oder weniger offenen Antisemitismus zur schau stellen. &lt;br /&gt;In der kleinformatigen Hetzbl&#228;ttern mit Millionenauflage die t&#228;glich jegliche Art von Chauvinismus, Nationalismus und Rassismus sch&#252;rt, (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot9.html" rel="tag"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot64.html" rel="tag"&gt;Medienkonzentration&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot69.html" rel="tag"&gt;Antisemitismus&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton76.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;152&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Fast 65 Jahre lang gibt es in &#214;sterreich inzwischen ein NS-Verbotsgesetz. Leider hat aber die Geschichte gezeigt dass dies zu wenig wirkungsvoll ist: Noch immer gibt es hier Rechtsextreme Parteien die gegen MigrantInnen hetzen, NS-Verbrechen verharmlosen oder relativieren, Nationalismus sch&#252;ren und mehr oder weniger offenen Antisemitismus zur schau stellen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der kleinformatigen Hetzbl&#228;ttern mit Millionenauflage die t&#228;glich jegliche Art von Chauvinismus, Nationalismus und Rassismus sch&#252;rt, werden zum Hitlergeburtstag mehr oder weniger gut verklausulierte Gl&#252;ckw&#252;nsche abgedruckt ohne dass ein Staatsanwalt einschreitet.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Rechtextreme d&#252;rfen ganz offiziell in der Hofburg einen Ball feiern w&#228;hrend die Demonstration dagegen mit brutaler Polizeigewalt niedergekn&#252;ppelt werden. [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb1&quot; name=&quot;nh1&quot; id=&quot;nh1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[1] nowkr' &gt;1&lt;/a&gt;] [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb2&quot; name=&quot;nh2&quot; id=&quot;nh2&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[2] derstandart: alles rechtswalzer' &gt;2&lt;/a&gt;] [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb3&quot; name=&quot;nh3&quot; id=&quot;nh3&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[3] derstandard: Rechtsextremer Vlaams Belang-Chef am Hofburg-Ball' &gt;3&lt;/a&gt;] Wir schreiben das Jahr 2010.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Andreas M&#246;lzer wurde niemals f&#252;r die in seinem rechtsextremen Hetzblatt &#8222;Zur Zeit&#8220; ver&#252;bte Wiederbet&#228;tigung verurteilt weil ihm nicht nachgewiesen werden konnte, dass er den entsprechenden Artikel vor der ver&#246;ffentlichung konnte. Das, obwohl er Herausgeber und Chefredakteur dieser Zeitung war. Nach wie vor bekommt er &#246;ffentliche F&#246;rderungen f&#252;r diesen Unrat. [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb4&quot; name=&quot;nh4&quot; id=&quot;nh4&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[4] d&#246;w: Zur Zeit' &gt;4&lt;/a&gt;] [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb5&quot; name=&quot;nh5&quot; id=&quot;nh5&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[5] news: 200 000 EUR EU-Steuergelder f&#252;r M&#246;lzers Blatt zur Zeit' &gt;5&lt;/a&gt;].&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Umfragen zufolge sind antisemitische Stereotype noch bei &#252;ber 45% der &#214;stereicherInnen verbreitet. [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb6&quot; name=&quot;nh6&quot; id=&quot;nh6&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[6] erinnern.at: Holocaust survey 2005' &gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es ist offensichtlich, dass das NS-Verbotsgesetz noch zu wenig M&#246;glichkeiten bietet um gegen die Verbreitung rechtsextremen Gedankengutes vorzugehen. Das Verbotsgesetz in der heutigen Form und Auslegung reicht um &#246;ffentliche Heil-Hitler Rufe hintanzuhalten aber nicht um wirksam gegen alte und neue RechtsextremistInnen vorgehen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;David Irving wurde verurteilt, aber die rechtsextreme Burschenschaft Olympia ist weiterhin unbehelligt und eines der Mitglieder hat es in diesem Lande bis zum Nationalratspr&#228;sidenten gebracht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nat&#252;rlich ist klar, dass ein Verbotsgesetz alleine zuwenig ist um den Rechtsextremismus wirksam zu bek&#228;mpfen. Es bedarf hier auch einer breiten Initiative zur F&#246;rderung Antifaschistischer und Antirassistischer Bildung, Forschung und &#214;ffentlichkeitsarbeit.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Andererseits k&#246;nnte durch eine Ausweitung des NS-Verbotsgesetzes zumindest verhindert werden, dass weiterhin Presse- und Parteienf&#246;rderung in den braunen Sumpf flie&#223;en.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Wie k&#246;nnte eine entsprechende Verbesserung des NS-Verbotsgesetzes aussen?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Schon jetzt ist es im &#167;3 d. des &lt;a href=&quot;http://www.nachkriegsjustiz.at/service/gesetze/gs_vg_3_1992.php&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Verbotsgesetzes&lt;/a&gt; verboten, &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;die Ziele der NSDAP, ihre Einrichtungen oder Ma&#223;nahmen zu verherrlichen oder anzupreisen&lt;/i&gt;&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Gesetz bel&#228;sst es aber im unklaren in welchem Umfang das geschen mu&#223; damit dieser Tatbestand erf&#252;llt ist und ebenso wird nicht gekl&#228;rte welche der &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Ziele&lt;/i&gt;&#8220; alle unter diesen Punkt f&#228;llt. In der g&#228;ngigen Praxis wird die Verbreitung nationalistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologie alleine noch nicht unter Strafe gestellt, ansonsten m&#252;ssten wohl viele Schreibtischt&#228;ter schon hinter Gittern sitzen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sinnvoll w&#228;re es wohl so etwas wie den Tatbestand der &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Nationalsozialistischen Vorfeldorganisation&lt;/i&gt;&#8220; einzuf&#252;hren. z.B.:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Organisationen die systematisch rassistische, nationalistische, antisemitische Propaganda Verbreiten gelten als Rechtsextreme Organisationen. Diese Organisationen sind von allen &#246;ffentlichen Zuwendungen auszuschlie&#223;en. Insbesndere auch Parteienf&#246;rderung, Wahlkampfkostenr&#252;ckerstattung, Pressef&#246;rderung und der vergabe &#246;ffentlicher Auftr&#228;ge. Unternehmen die regelm&#228;&#223;ig oder in signifikantem Umfang solche Rechsextreme Organisationen f&#246;rdern sind ebenfalls als Rechtsextrem einzustufen.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ist das realistisch?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Angesichts der Tatsache dass z.b. die Kronenzeitung mit ihrer Leserbriefseite unter ein solches Verbotsgesetz fallen w&#252;rde [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb7&quot; name=&quot;nh7&quot; id=&quot;nh7&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[7] Die Kronenzeitung und die Nazis' &gt;7&lt;/a&gt;] und angesichts der Tatsache dass es auch in der SP und insbesondere in der VP viele sehr weit rechts gerichtete Personen gibt (Sch&#252;ssel hat ja immerhin gedenkmessen f&#252;r den Austrofaschismus lesen lassen) ist nicht damit zu rechnen dass die etablierten Parteien ein solches Gesetz beschlie&#223;en werden. Mit der Kronenzeitung will es sich auch die SP sicher nicht verscherzen. Insofern kann der Impuls f&#252;r solch ein Gesetz nur von den W&#228;hlerInnen ausgehen. Machen wir ein Volksbegehren dazu! Wer macht mit?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/group.php?gid=388785342714&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Wer macht mit? (facebook gruppe)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Februar 2010&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh1&quot; name=&quot;nb1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://nowkr.wordpress.com/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;nowkr&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh2&quot; name=&quot;nb2&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1263706443511/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;derstandart: alles rechtswalzer&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh3&quot; name=&quot;nb3&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1263707063559/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;derstandard: Rechtsextremer Vlaams Belang-Chef am Hofburg-Ball&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh4&quot; name=&quot;nb4&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 4&quot;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2001_11/zurzeit.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;d&#246;w: Zur Zeit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh5&quot; name=&quot;nb5&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 5&quot;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.news.at/articles/0922/11/242982/eu-steuergelder-moelzers-blatt-zur-zeit-200-000-parlament&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;news: 200 000 EUR EU-Steuergelder f&#252;r M&#246;lzers Blatt zur Zeit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh6&quot; name=&quot;nb6&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 6&quot;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://www.erinnern.at/e_bibliothek/antisemitismus-1/612_Holocaust_Survey.pdf&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;erinnern.at: Holocaust survey 2005&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh7&quot; name=&quot;nb7&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 7&quot;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;a href=&quot;http://thebalancebeam.wordpress.com/2009/11/23/die-kronenzeitung-und-die-nazis/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Die Kronenzeitung und die Nazis&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Das Ende der Sozialdemokratie</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article74.html</link>
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		<dc:date>2009-10-04T08:02:02Z</dc:date>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique15.html">Aktuell</category>

		<dc:subject>Sozialdemokraten</dc:subject>

		<description>K&#252;rzlich fragte mich ein, der SP nahestehender Bekannter: Wie denn das m&#246;glich sei: Warum haben die W&#228;hlerInnen die SP bestraft wo doch die anderen schuld seien an der Krise? Eine Frage die sich vermutlich viele an der sozialdemokratischen Basis stellen. &lt;br /&gt;Ein Teil dieser Frage ist tats&#228;chlich interessant, aber noch interessanter ist, was diese Fragestellung &#252;ber die Fragenden (und &#252;ber die SP-Basis) aufzeigt. &lt;br /&gt;Denn allen die kein rotes Parteibuch (mehr) haben ist vermutlich schon lange klar, dass (...)


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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton74.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;202&quot; height=&quot;168&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;K&#252;rzlich fragte mich ein, der SP nahestehender Bekannter: Wie denn das m&#246;glich sei: Warum haben die W&#228;hlerInnen die SP bestraft wo doch die anderen schuld seien an der Krise? Eine Frage die sich vermutlich viele an der sozialdemokratischen Basis stellen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Teil dieser Frage ist tats&#228;chlich interessant, aber noch interessanter ist, was diese Fragestellung &#252;ber die Fragenden (und &#252;ber die SP-Basis) aufzeigt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Denn allen die kein rotes Parteibuch (mehr) haben ist vermutlich schon lange klar, dass es nicht nur &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;die anderen&lt;/i&gt;&#8220; waren, die &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Schuld&#8220;&lt;/i&gt; an der Krise sind. Die Sozialdemokratischen Parteien haben in den letzten 20 Jahren eine extrem neoliberalen Kurs gefahren. Die W&#228;hlerInnen haben das erkannt. Die rest-SP Basis hat das aber anscheinend noch nicht bemerkt. Damit ist aber auch klar dass diese Partei keine Zukunft mehr hat: Es fehlt die innterparteiliche erneuerungskraft: Wer die letzten 20 Jahre nicht bemerkt hat wie der neoliberale Kurs mit roten Nelken ausgeschm&#252;ckt wurde der wird heute wohl kaum in der Lage sein heute Ideen hervorzubringen wie das Ruder noch herumzurei&#223;en sei. Ergo dies Partei ist am Ende.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mehr als Symboltr&#228;chtig in dieser Hinsicht: Am 31. J&#228;nner 2008 schloss die SP ihre &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Zukunftswerkst&#228;tte&lt;/i&gt;&#8220;. Das eigentliche Ende der SP begann aber schon 1991 als sich die Partei von &#8222;Sozialistischer&#8220; in &#8222;Sozialdemokratische&#8220; Partei umbenannte. Damit wurde klar ausgedr&#252;ckt: Die positive Ver&#228;nderung der Gesellschaft wurde als nicht weiter notwendig erachtet. Man hatte sich mit dem kapitalistischen System engagiert. Hier und da wollte man/frau noch eine etwas &#8222;sozialere&#8220; Note einbringen aber ansonsten gab es am Kapitalismus nichts mehr grundlegendes Auszusetzen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dieser Kurs funktionierte eine Zeit lang ganz gut. Solange es den Leuten noch halbwegs gut ging und die Absurdit&#228;t des Kapitalismus nicht breithin offenkundig wurde.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Womit wir zum berechtigten Teil der Frage kommen: Warum werden fast ausschlie&#223;lich die Sozialdemokraten f&#252;r die Krise bestraft? Denn die haben zwar einen deutliche Neoliberalen Kurs gefahren aber sie waren dabei nicht alleine. Die Konservativen Parteien haben waren da ja doch auch nicht ganz unma&#223;geblich beteiligt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das ist allerdings eine berechtigte Frage. Die Erkl&#228;rung die ich mir daf&#252;r zusammengereimt habe: Die W&#228;hlerInnen die den Sozialdemokraten jetzt abhangen gekommen sind haben den obigen Widerspruch erkannt. Den Widerspruch zwischen sozialdemokratischer Rhetorik und neoliberaler Realit&#228;t. Die typische &#214;VP W&#228;hlerInnen hatte auf der anderen Seite noch nie etwas &#252;brig f&#252;rs soziale. (Nat&#252;rlich gibt es auch dort vereinzelt die Propagandal&#252;gen von der angeblich so &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&#246;kosozialen Marktwirtschaft&#8220;&lt;/i&gt; aber im Kern ging es immer schon um die &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;mehr Privat&#8220;&lt;/i&gt; und &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;weniger Staat&lt;/i&gt;&#8220; um so genannte &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Leistung&lt;/i&gt;&#8220; etc.) Insofern wird von den &#214;VP-W&#228;hlerInnen der Kurs auch nicht als Verrat war genommen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Vereinfacht k&#246;nnte man hier also sagen: Die SP hatte die schlaueren W&#228;hlerInnen. Die haben den Braten gerochen und ihrer Partei die Treue aufgek&#252;ndigt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Doch die Krise des Kapitalismus ist noch lange nicht vorbei. Auch wenn es jetzt wieder kurzzeitig bergauf zu gehen scheint. Mit dem von allen so gefeierten &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Wirtschaftswachstum&#8220;&lt;/i&gt;: Damit wird die Fahrt in Richtung Abgrund (Resourcenverknappung, Klimakatastrophen, ... ) letztlich nur Beschleunigt. Weitere gro&#223;e Krisen sind stehen an. Zu hoffen bleibt dabei nur dass die Unzufriedenheit dabei nicht noch weiter nach rechts dr&#228;ngt. Es bedarf jedenfalls einer linken Alternative. Insbesondere in &#214;sterreich wo diese noch g&#228;nzlich fehlt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer,&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Oktober 2009&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Lichterkette vor dem Parlament 18.Juni 2009</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article72.html</link>
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		<dc:date>2009-06-15T21:42:30Z</dc:date>
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		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique1.html">Antirassismus</category>

		<dc:subject>Demo</dc:subject>
		<dc:subject>Wien</dc:subject>
		<dc:subject>Rassismus</dc:subject>

		<description>lichterkette2009 blogspot &lt;br /&gt;lichterkette 2009 (facebook) &lt;br /&gt;&#214;sterreich 2009: Wahlk&#228;mpfe mit Hetzplakaten an jeder Stra&#223;enecke, gezielte Fehlinformationen durch rechte Parteien und manche Medien, rechtsextreme Burschenschafter in hohen &#196;mtern und Institutionen, t&#228;tliche Angriffe auf KZ-Opfer&#8230; alles ganz normal. &#8230; Normal??? &#196;rgern allein hilft nicht. &lt;br /&gt;Daher am 18. J&#228;nner 2009 ab 19:00 Uhr: Lichterkette vor dem Parlament. &lt;br /&gt;Kommt Zahlreich... &lt;br /&gt;Lichterkette Trailer (youtube) &lt;br /&gt;Standard Artikel (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot45.html" rel="tag"&gt;Rassismus&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton72.png&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;88&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://lichterkette2009.blogspot.com/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;lichterkette2009 blogspot&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/event.php?eid=97980546185&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;lichterkette 2009 (facebook)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#214;sterreich 2009: Wahlk&#228;mpfe mit Hetzplakaten an jeder Stra&#223;enecke, gezielte Fehlinformationen durch rechte Parteien und manche Medien, rechtsextreme Burschenschafter in hohen &#196;mtern und Institutionen, t&#228;tliche Angriffe auf KZ-Opfer&#8230; alles ganz normal. &#8230;
Normal??? &#196;rgern allein hilft nicht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Daher am 18. J&#228;nner 2009 ab 19:00 Uhr: Lichterkette vor dem Parlament.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Kommt Zahlreich...&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=31NhHIUDvfg&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Lichterkette Trailer (youtube)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://derstandard.at/fs/1244460351194/Facebook-Initiative-Lichterkette-gegen-rechte-Hetze&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Standard Artikel&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sosmitmensch.at/stories/2383/}&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;SOS-Mitmensch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Europa hat gew&#228;hlt </title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article71.html</link>
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		<dc:date>2009-06-10T14:44:29Z</dc:date>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Sozialdemokraten</dc:subject>
		<dc:subject>&#214;VP</dc:subject>
		<dc:subject>Die Gr&#252;nen</dc:subject>

		<description>Was als erstes angesichts der EU-Wahl auff&#228;llt: Die Ergebnisse werden in &#214;sterreich (und scheinbar nicht nur hier) vorwiegend national interpretiert. Was das ganze f&#252;r die Mehrheitsverh&#228;ltnisse in der EU bedeutet kommt nur unter &#8222;ferner liefen&#8220; vor. Das ist symptomatisch f&#252;r die kaum vorhandenen Berichterstattung der Medien &#252;ber die EU-Politik insgesamt. &lt;br /&gt;Laufend werden extrem wichtige Weichenstellungen in der EU getroffen. Anstatt die Bev&#246;lkerung von Anfang an (d.h. sobald eine Gesetzesinitative (...)


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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton71.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;150&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Was als erstes angesichts der EU-Wahl auff&#228;llt: Die Ergebnisse werden in &#214;sterreich (und scheinbar nicht nur hier) vorwiegend national interpretiert. Was das ganze f&#252;r die Mehrheitsverh&#228;ltnisse in der EU bedeutet kommt nur unter &#8222;ferner liefen&#8220; vor. Das ist symptomatisch f&#252;r die kaum vorhandenen Berichterstattung der Medien &#252;ber die EU-Politik insgesamt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Laufend werden extrem wichtige Weichenstellungen in der EU getroffen. Anstatt die Bev&#246;lkerung von Anfang an (d.h. sobald eine Gesetzesinitative von der Kommsision zum Parlament kommt) detailiert dar&#252;ber zu informieren wer sie wann und wie wof&#252;r einsetzt bekommt man/frau von den meisten Themen wenig bis gar nichts in den Massenmedien zu h&#246;ren und zu sehen. (Eine l&#246;bliche Ausnahme hier stellt die ORF &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;futurezone&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nat&#252;rlich kann man/frau sich heute via Internet da und dort entsprechend Informieren. Aber das kostet auch etwas Zeit und die wenigsten haben diese.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dass also Wahlentscheidungen nicht unbedingt auf rationaler Basis getroffen werden sollte uns nicht verwundern. Wobei dies nat&#252;rlich auch im Interesse der herrschenden Klasse ist: So l&#228;sst es sich sehr bequem &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article52.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Politikw&#228;sche&lt;/a&gt; betreiben. Was f&#252;r die nationale Politik zu hei&#223; ist wird bequem via Br&#252;ssel abgewickelt. Falls von den Sauereien die da ablaufen dann irgend etwas bekannt wird kann der entsprechende Groll auf &#8222;die b&#246;se EU&#8220; abgeleitet werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir sehen also: Gerade die rechtsextremen und damit nationalistisch orientierten Parteien sind ein extrem wichtiges Element f&#252;r die Absicherung der neoliberalen Herrschaft. Sie spielen &#8222;Blitzableiter&#8220;. Anstatt die waren Ursachen f&#252;r die Probleme zu suchen bieten diese einfache S&#252;ndenb&#246;cke an ohne an den neoliberalen Dogmen selbst zu r&#252;tteln.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Auswirkungen der Krise&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Konservativen gehen EU-weit weitgehend unbeschadet aus der Krise hervor. Angesichts der Verluste der Sozialdemokraten sind sie sogar als einzige gro&#223;e verbleibende Kraft gest&#228;rkt. Wie ist das zu erkl&#228;ren? Eine m&#246;gliche Antwort: In der Krise suchen die Menschen Halt beim &#8222;starken Mann&#8220;. Das d&#252;rfte auch den Zulauf der rechtsextremen noch etwas in Grenzen gehalten haben. Abgestraft f&#252;r die Krise wurden daf&#252;r die Sozialdemokraten. Nicht zu unrecht denn die haben den neoliberalen Kapitalismus ebenso zu verantworten wie die Konservativen. Offenbar hatten die Sozialdemokraten aber die etwas schlaueren W&#228;hlerInnen: Die haben den Braten gerochen und sind von ihrer Partei jetzt entt&#228;uscht. Auf der anderen seite: Wer jemals dumm genug war zu meinen dass die Konservativen seine oder ihre Interessen vertritt der ist auch dumm genug das weiterhin zu glauben. (Die 1% Superreichen jetzt mal ausgenommen. Deren Interessen werden ja tats&#228;chlich von diesen so genannten &quot;Volksparteien&quot; vertreten).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;So wirklich viel schlauer sind die meisten ex-W&#228;hlerInnen der Sozialdemokraten allerdings auch nicht. Immerhin sind leider viele zu den rechtsextremen Parteien &#252;bergelaufen. Die Linke konnte davon leider nicht profitieren. Immerhin haben aber Gr&#252;ne und GUE (Linke) zusammen genau so viele Mandate wie zuvor und damit angesichts der geringeren Zahl der Gesamtmandate Europaweit um etwa 7% gewonnen. Zumindest das ist der erfreuliche Teil dieses Wahlergebnisses.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zerbricht die Sozialdemokratie?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Gro&#223;teil der Sozialdemokratischen W&#228;hlerInnen ist den Wahlen offensichtlich fern geblieben. Um diese W&#228;hlerInnen wird wohl in den kommenden Jahren von verschiedenster seite gek&#228;mpft werden. M&#246;glich dass die Sozialdemokratische Partei versucht durch einen sozialeren und kapitalismuskritischeren Kurs diese W&#228;hlerInnen wieder zur&#252;ckzugewinnen. Auch m&#246;glich dass sie Angesichts des allgemeinen Rechtsrucks auch versuchen weiter nach rechts abzur&#252;cken um diese W&#228;hlerInnenschichten anzusprechen. Vergessen werden darf nicht dass diese Partei ebenso wie die Rechtsparteien zutiefst korrumpiert ist und es daher wohl Kr&#228;fte existieren die den neoliberalen Kurs weiterf&#252;hren wollen und die meinen es m&#252;sse nur etwas an der Rhetorik gefeilt werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Insgesamt k&#246;nnte die Sozialdemokratie an diesen Gegens&#228;tzen zerbrechen. In jedem Falle ist hier aber Raum f&#252;r eine neue Linke. Die Linksfraktion hat es aber insegeamt noch nicht geschafft dieses Potential anzusprechen. Kein wunder, ist auch die Performance der Linksfraktion nicht gerade gut. Trotz mehrmalige Anfragen und auch entsprechenden Hilfsangeboten hat es die Linksfraktion z.B. nicht geschafft sich in der wichtigen &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/mot66.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;ACTA&lt;/a&gt; Frage mehr zu engagieren. Die Gr&#252;nen (und insbesondere Eva Lichtenberger) haben hier dagegen Vorbildliches geleistet. Viele der Linksparteien sind leider noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen. Wie z.B. auch an der &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/mot22.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;KP&#214;&lt;/a&gt; zu sehen ist. Hier bedarf es entsprechender Initiativen um diese L&#252;cke zu f&#252;llen um den W&#228;hlerInnen und vor allem den Politischen AktivistInnen eine moderne Linkspartei anbieten zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Fr&#252;her oder Sp&#228;ter werden wohl auch die W&#228;hlerInnen der Konservativen aufwachen und bemerken dass sie der Neoliberale Kurs an den Rand des Abgrundes gebracht hat oder sogar noch dar&#252;ber Hinaus. Ob die Krise wirklich &#252;berstanden ist ist nicht gesichert. Ebenso m&#246;glich w&#228;ren noch viel tiefgreifendere Ersch&#252;tterungen. Und fr&#252;her oder sp&#228;ter machen sich wohl auch die &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;vom Kapitalismus sonst noch so verursachten Probleme&lt;/a&gt; bemerkbar. Nicht zuletzt steht die Klimakatastrophe vor der T&#252;r.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hier bedarf es eines Angebotes an die b&#252;rgerlichen W&#228;hlerInnen. Linke Politik die mit b&#252;rgerlicher Rhetorik ein Angebot an die, von den Volksparteien losbrechenden W&#228;hlerInnen. Das w&#228;re eine Aufgabe f&#252;r die Gr&#252;nen. Trotz ihrer, z.T. sehr B&#252;rgerlichen Wurzeln machen sie im gro&#223;en und ganzen eine Durchaus erfreulich linke Politik.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Allerdings ist die breite des Gr&#252;nen Spektrums beschr&#228;nkt, das wurde am schlechten Abschneiden der Gr&#252;nen in &#214;sterreich sichtbar: Mit einer zu klar nach Links ausgerichteten Kandidatur haben sie dort ihre b&#252;rgerlichen W&#228;hlerInnen verschreckt. Im erzreaktion&#228;ren &#214;sterreich war das leider zu bef&#252;rchten. Hier w&#228;re es Hilfreich wenn neben den Gr&#252;nen eine weitere Politische Kraft vorhanden w&#228;re die sich dezidiert Links positionieren kann ohne auf die B&#252;rgerliche W&#228;hlerInnen R&#252;cksicht nehmen zu m&#252;ssen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Leider ist eine solche Kraft in &#214;sterreich nicht vorhanden und so m&#252;ssen den Gr&#252;nen dankbar sein, dass sie trotz der Gefahr damit Stimmen zu verlieren, versuchen Linke Inhalte zu transportieren. Nur so ist Ver&#228;nderung, w&#252;rden wir uns immer daran orientieren was die kleinformatigen rechten Hetzbl&#228;tter in &#214;sterreich an Politik vorgeben k&#246;nnte man/frau ja gleich Dichand zum Kaiser kr&#246;nen. Letztlich ist genau dies die Herausforderung an die Linke:&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Herausforderungen an die Linke&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Linke Alternativen zur kapitalistischen Wirtschaftsordnung m&#252;ssen glaubhaft vermittelt werden. Neoliberale Denkmuster enttarnt werden. Die Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik der Rechten und deren Propaganda muss blo&#223;gestellt werden. Nur so ist Ver&#228;nderung m&#246;glich: Wir brauchen einen Paradigmenwechsel. Das ist keine leichte Aufgabe aber auch keine so schwere. Immerhin sind die L&#252;gen der Rechten ja meist recht Absurd.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Gerade in Zeiten der Krise m&#252;sste die Linke vor allem auch Geborgenheit vermitteln. Das ist einerseits nicht leicht wenn man/frau gerade die Gesellschaft von Grunde auf umkrempeln will. Hier k&#246;nnte nur eine R&#252;ckbesinnung auf eine &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article39.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;radikalen Humanismus&lt;/a&gt; helfen:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel f&#252;r den Menschen ist aber der Mensch selbst. [..] Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, da&#223; der Mensch das h&#246;chste Wesen f&#252;r den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verh&#228;ltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver&#228;chtliches Wesen ist.&#8220;&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&#8212; Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, &lt;a href=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;MEW 1:380&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;D.h.: der Mensch uns seine Probleme m&#252;sste deutlicher erkennbar im Mittelpunkt Linker Politik stehen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Pirat entert das EU-Parlament&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Erfreulich ist der Einzug der Schwedischen Piratenpartei ins EU-Parlament. Allerdings: der Pirat will sich entweder der Gr&#252;nen oder der Liberalen Fraktion anschlie&#223;en wenn diese im Gegenzug bei den IT Themen auf Seiten der Piraten stimmt. F&#252;r die Gr&#252;nen sollte das kein Problem sein weil sie hier ohnehin fast immer auf der richtigen Seite waren. Bei den Liberalen ist das allerdings nicht so. Die Linksfraktion w&#228;re da eine bessere Wahl. Dort hat man/frau so wie bei den Gr&#252;nen fast immer vern&#252;nftig abgestimmt. Interessant ist es dann warum die Piraten hier dennoch die Liberalen ins Auge fassen. Auch zeigt sich hier das zentrale Problem einer Single-Issue Partei. Kann es den Anh&#228;ngerInnen der Piratenpartei wirklich v&#246;llig egal sein ob ihr Vertreter bei den meisten Abstimmungen einen Gr&#252;nenn-Linken oder einen Neoliberalen Kurs f&#228;hrt?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Besser w&#228;re es hier f&#252;r die Piraten die Fragestellungen rund um IT, so genannte &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article26.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt;, &#220;berwachung etc... zu nutzen um die Probleme unserer Gesellschaft zu hinterfragen. Dann w&#228;re es wohl keine Frage mehr wie die Piraten sich zu anderen Themen in der Gesellschaft zu positionieren h&#228;tten. Neoliberal k&#228;me dann jedenfalls nicht mehr in Frage.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;F&#252;r die Linksparteien zeigt sollte der Erfolg der schwedischen Piraten jedoch ebenfalls eine Lehre sein: Mit etwas Pfiff und Witz ist es durchaus leicht Proteststimmen einzufangen ohne in die Populismusfalle tappen zu m&#252;ssen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Meint Euer,&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Juni 2009&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://commons.wikimedia.org/wiki/File:European-parliament-brussels-inside.JPG&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Article Logo: GFDL from wikimedia commons&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Ist der Mensch zu schlecht f&#252;r den Kapitalismus?</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article69.html</link>
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		<dc:date>2009-03-27T18:26:23Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique15.html">Aktuell</category>

		<dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
		<dc:subject>Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik</dc:subject>
		<dc:subject>Effizienz</dc:subject>
		<dc:subject>B&#246;rse</dc:subject>

		<description>Kapitalismuskritik ist angesichts der aktuellen Finanzkrise in Mode gekommen. Leider beschr&#228;nkt sich die Kritik meist auf oberfl&#228;chliche, verk&#252;rzte Kritik. Es werden billige S&#252;ndenb&#246;cke gesucht die f&#252;r die Misere verantwortlich gemacht werden k&#246;nnen. Diese Art von Kritik ist nicht nur wenig hilfreich sondern sogar extrem gef&#228;hrlich. &lt;br /&gt;Siehe dazu auch: Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik, struktureller Antisemitismus und die &quot;Invasion der Heuschrecken&quot;. &lt;br /&gt;Das dumme Gerede von der angeblichen &#8222;Gier&#8220; &lt;br /&gt;Besonders (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot67.html" rel="tag"&gt;B&#246;rse&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton69.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;123&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Kapitalismuskritik ist angesichts der aktuellen Finanzkrise in Mode gekommen. Leider beschr&#228;nkt sich die Kritik meist auf oberfl&#228;chliche, verk&#252;rzte Kritik. Es werden billige S&#252;ndenb&#246;cke gesucht die f&#252;r die Misere verantwortlich gemacht werden k&#246;nnen. Diese Art von Kritik ist nicht nur wenig hilfreich sondern sogar extrem gef&#228;hrlich.&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Siehe dazu auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article5.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik, struktureller Antisemitismus und die &quot;Invasion der Heuschrecken&quot;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Das dumme Gerede von der angeblichen &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Besonders verbreitet ist heute die moralisierende Kapitalismuskritik: Die &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220; der Manager sei Schuld am Problem. Dies wird meist kombiniert mit einem Verweis auf deren extrem hohen Geh&#228;lter.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Angesichts solcher &#8222;Analysen&#8220; muss die provokante Frage aufgestellt werden: Ist der Mensch zu schlecht f&#252;r den Kapitalismus? Genau das ist ja dem Kommunismus immer wieder vorgeworfen worden: Er w&#228;re ja eine nette Idee aber st&#252;nde im Widerspruch zu der, als schlecht vorausgesetzten,Natur des Menschen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ist nat&#252;rlich beides himmelschreiender Unsinn. Profite zu machen ist (oft sogar gesetzlich Verankerte) Pflicht von Unternehmen. Wer als UnternehmensleiterIn von den Akton&#228;rInnen bestellt werden will muss sich jedenfalls diesem Ziel verschreiben. Daf&#252;r wird er oder sie dann bezahlt. Es ist ein Job wie jeder andere. Von B&#246;rsenbroker bis zum Hauswart arbeiten wir alle in dieser Maschinerie mit und tun wof&#252;r wir bezahlt werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Gefahr wenn die Kritik am Kapitalismus auf eine moralische Ebene verlagert wird (und genau das passiert wenn wir von so genannter &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220; gesprochen wird) ist, dass dabei das System aus dem Blickfeld ger&#228;t und pl&#246;tzlich einzelne Menschen als S&#252;ndenb&#246;cke dastehen. Die Folge: Repression zur Durchsetzung der moralischen Standards und im schlimmsten Falle die physische Vernichtung aller jener die sich nicht unterordnen wollen oder denen eine Unterordunung nicht zugetraut wird. Auschwitz sollte hier ein deutliches Mahnmal sein. Dem dummen Gerede von der &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220; muss entschieden entgegengetreten werden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Kapitalismus funktioniert nicht&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Und das sagen nicht nur unbelehrbare Altkommunisten sondern so denkt ganz offensichtlicht auch die EU-Kommission.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Immerhin greift sie ja sehr oft und sehr intensiv in den freien Markt ein: Z.b: Gl&#252;hbirnenverordnung: Obwohl Energiesparlampen auf Dauer offensichtlich deutlich billiger sind als alte Gl&#252;hlbirnen sah sich die EU-Kommission gen&#246;tigt diese zu verbieten. Wo bleibt da die angeblich so gut funktionierende freie Marktwirtschaft wenn sogar solch winzige Details geregelt werden m&#252;ssen? Detto mit Handyroaminggeb&#252;hren &amp; co. etc..&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Zuge der uns&#228;glichen &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220;-Debatte wird dar&#252;ber nachgedacht ManagerInnengeh&#228;lter zu limitieren. Wo bitte bleibt da die freie Marktwirtschaft? Und wenn sie bei all diesen Detailfragen offensichtlich nicht funktioniert warum soll sie dann &#252;berhaupt irgendwo funktionieren?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wobei angesichts der Tatsache, dass der Kapitalismus dort wo er &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;funktioniert&#8220;&lt;/i&gt; noch gr&#246;&#223;eren Schaden anrichtet (siehe: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Die sieben Probleme mit dem Kapitalismus&lt;/a&gt;) es oft gar nicht so schlecht ist wenn er wo nicht funktioniert...&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Diese System produziert periodische Krisen, Ungleichverteilung, Hunger, Kriege, 10 Millionen Tote/Jahr, Umweltzerst&#246;rung und Klimakatastrophen. Dass es dazu eine bessere Alternative geben muss ist einsichtig. Dass wir es auch noch weit schlechter anstellen k&#246;nnen sollte aus der Geschichte ebenfalls bekannt sein.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die verk&#252;rzte, moralisierende und antisemitische Kapitalismuskritik entsteht dabei nicht immer blo&#223; aus Dummheit sondern auch aus dem Wunsch weitermachen zu k&#246;nnen wie bis jetzt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Aus diesem Wunsch speist sich auch&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;das Gerede von der &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Sozialen Marktwirtschaft&lt;/i&gt;&#8220; &lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei diesem Begriff handelte es sich immer schon um einen PR-Begriff aus der Mottenkiste der neoliberalen IdeologInnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Marktwirtschaft ist nicht sozial. Die 10 Millionen Menschen die J&#228;hrlich verhungern verhungern nicht deswegen weil es zu wenig Nahrung gibt sondern weil sie in dieser Marktwirtschaft weder als Konsumenten nicht gebraucht werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Marktwirtschaft funktioniert nur bei Mangel (wer w&#252;rde am Strand schon Sand verkaufen?) und dort wo kein Mangel herrscht dort trachtet der Kapitalismus danach diesen herzustellen. Darum auch der massive Ausbau der so gennannten &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article26.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;geistigen Eigentumsrechte&lt;/a&gt;. Seit die Kids ihre Musik kostenlos &#252;bers Netz tauschen k&#246;nnen besteht kein Mangel mehr an Musik.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Gerede von der &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Sozialen Marktwirtschaft&lt;/i&gt;&#8220; ist also blo&#223; eine Neuauflage der selben L&#252;gen. Wenn aber Marktwirtschaft von sich aus nicht sozial ist was stellen sich diejenigen die sie propagieren denn darunter vor? An dieser Stelle find das Gerede von der &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Sozialen Marktwirtschaft&lt;/i&gt;&#8220; oft Anschluss zum Gerede &#252;ber die angebliche &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220;. Was die angeblich &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;soziale Marktwirtschaft&#8220;&lt;/i&gt; von der &#8222;normalen&#8220; Marktwirtschaft unterscheiden soll ist eben eine &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;moralische Erneuerung&lt;/i&gt;&#8220;, ein &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Verzicht&lt;/i&gt;&#8220; auf &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gier&lt;/i&gt;&#8220;, etc..&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Siehe auch:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.krisis.org/2008/das-gute-und-die-gier&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Das Gute und die Gier, Lothar Galow-Bergemann, konkret 12/2008&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.krisis.org/2008/gegen-boersenungeziefer&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;&#8220;Gegen B&#246;rsenungeziefer&#8221;, Lothar Galow-Bergemann, Streifz&#252;ge 42/2008&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, M&#228;rz 2009.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Solidarische &#214;konomie und Freie Software</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article68.html</link>
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		<dc:date>2009-02-20T15:24:40Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique11.html">Theorie</category>

		<dc:subject>Freie Software</dc:subject>
		<dc:subject>Grundeinkommen</dc:subject>

		<description>Uns Linken wird ja oft vorgeworfen wir h&#228;tten zwar mit unserer Kritik am Kapitalismus durchaus recht aber, dass wir halt auch keine Alternativen w&#252;ssten. Oft wird auch noch unterstellt, dass wir zur&#252;ck zu autorit&#228;ren, planwirtschaftlichen Strukturen wollten. &lt;br /&gt;Das Aufzeigen von Alternativen ist damit eine extrem wichtige Aufgabe f&#252;r alle denen es mit Gesellschaftskritik ernst ist. Dann was w&#252;rde es wirklich n&#252;tzen wenn der Kapitalismus zwar eine extrem schlechte Form des Wirtschaftens ist die &#252;ber (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique11.html" rel="directory"&gt;Theorie&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot37.html" rel="tag"&gt;Grundeinkommen&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton68.png&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;186&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Uns Linken wird ja oft vorgeworfen wir h&#228;tten zwar mit unserer &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Kritik am Kapitalismus&lt;/a&gt; durchaus recht aber, dass wir halt auch keine Alternativen w&#252;ssten. Oft wird auch noch unterstellt, dass wir zur&#252;ck zu autorit&#228;ren, planwirtschaftlichen Strukturen wollten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Aufzeigen von Alternativen ist damit eine extrem wichtige Aufgabe f&#252;r alle denen es mit Gesellschaftskritik ernst ist. Dann was w&#252;rde es wirklich n&#252;tzen wenn der Kapitalismus zwar eine extrem schlechte Form des Wirtschaftens ist die &#252;ber 10 Millionen Todesopfer pro Jahr fordert und unsere Lebensgrundlagen zerst&#246;rt, aber es keine bessere Alternative zu dieser schlechten Form des Wirtschaftens gibt?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Was beim Nachdenken &#252;ber alternative Wirtschaftsformen oft &#252;bersehen wird ist, dass es durchaus schon einige vorhandene, vorzeigbare und gut funktionierende Beispiele gibt wie eine alternative Produktion aussehen kann, die nicht nach den Gesetzm&#228;&#223;igkeiten der profitorientierten Kapitalistischen Produktion organisiert ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Den Fokus dabei auf die Produktionsverh&#228;ltnisse zu legen ist umso wichtiger als gerade in Zeiten der Krise verst&#228;rkt eine &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article5.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;regressive, rechtsextreme Form der Kapitalismuskritik&lt;/a&gt; wider verst&#228;rkt an Zuspruch gewinnt und die sich vor allem auf moralisierende Kritik am Geld konzentriert.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Produktion Freier Software&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Was macht die so erfolgreiche Produktion Freier Software aus?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Siehe dazu auch &lt;a href=&quot;http://mond.at/texte/soak05_freie_software.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Die Produktion Freier Software als Beispiel f&#252;r Kooperation statt kapitalistischer Konkurrenz&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die wesentlichsten Erkenntnisse aus dem Text der die Basis meines Workshops bei der &lt;a href=&quot;http://www.attac.at&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Attac&lt;/a&gt; Sommerakademie 2005 bildete und auch im Buch &lt;a href=&quot;http://www.social-innovation.org/?p=80&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Zwischen Konkurrenz und Kooperation. Analysen und Alternativen zum Standortwettbewerb&lt;/a&gt; enthalten ist:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Freie Software wird meist nicht direkt aus dem Motiv heraus produziert um Gewinn zu erzielen. Die Motivationen sind unterschiedlich: Spa&#223; am Programmieren, Altruismus oder auch nur um ein bestimmtest Problem zu l&#246;sen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Bauplan (Source-Code) der Software ist frei und kann von allen weiterverwendet werden. Er ist im besten Sinne ein &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Gemeingut&lt;/i&gt;&#8220;. Die Verwirklichung der Idee von der Abaschaffung des Privateigentums.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Interessant ist, dass es durchaus viele kommerziell, kapitalistisch orientierte Firmen gibt die Freie Software nicht nur einsetzen sondern auch weiterentwickeln.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Freie Software ist nicht in erster linie &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;anti-kapitalistisch&#8220;&lt;/i&gt; sondern eher &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;akapitalistisch&#8220;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Kompatibilit&#228;t mit dem Kapitalismus&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Auch wenn Freie Projekte mit der Abschaffung des Privateigentums an Information &#252;ber den Kapitalismus hinaus weisen, so m&#252;ssen diese Projekte doch im Hier und Heute entstehen und wachsen k&#246;nnen, um ihn schrittweise &#252;berwinden zu k&#246;nnen. Eine gewisse &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Kompatibilt&#228;t&lt;/i&gt;&#8220; mit dem kapitalistischen System ist als durchaus von Vorteil, sollte aber auch nicht zu weit gehen weil ansonsten die Gefahr besteht, dass die neue Produktionsweise blo&#223; ins System integriert wird.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Firmen f&#246;rdern Freie Software aus verschiedensten Motiven: um Geld zu sparen oder als Waffe im Konkurrenzkampf. Oft wird Freie Software von Firmen als &#8222;Abfallprodukt&#8220; erzeugt: Vor allem dort wo das Gesch&#228;ftsfeld nicht in der Softwareproduktion liegt, sondern diese nur Mittel zum Zweck ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Diese &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Kompatibilit&#228;t mit dem Kapitalismus&lt;/i&gt;&#8220; ist jedenfalls eine wichtige Eigenschaft eine Alternativen &#214;konomie. So kann diese im Schatten der alten &#214;konomie wachsen und diese m&#246;glicherweise irgendwann ersetzen.&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Sowenig man das, was ein Individuum ist, nach dem beurteilt, was es sich selbst d&#252;nkt, ebensowenig kann man eine solche Umw&#228;lzungsepoche aus ihrem Bewu&#223;tsein beurteilen, sondern mu&#223; vielmehr dies Bewu&#223;tsein aus den Widerspr&#252;chen des materiellen Lebens, aus dem vorhandenen Konflikt zwischen gesellschaftlichen Produktivkr&#228;ften und Produktionsverh&#228;ltnissen erkl&#228;ren. Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkr&#228;fte entwickelt sind, f&#252;r die sie weit genug ist, und neue h&#246;here Produktionsverh&#228;ltnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Scho&#223; der alten Gesellschaft selbst ausgebr&#252;tet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie l&#246;sen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, da&#223; die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer L&#246;sung schon vorhanden oder wenigstens im Proze&#223; ihres Werdens begriffen sind.
&#8220;&lt;/i&gt; &#8212; Karl Marx, &lt;a href=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_007.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;MEW13:9&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Tatsache, dass heute kooperative Produktionsweisen besser funktionieren als kommerzielle zeigt, dass die Produktivkr&#228;fte heute weit genug entwickelt sind um eine neue Gesellschaftsformation hervor zu bringen. Oder wie es Andr&#233; Gorz ausdr&#252;ckte:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Der Kapitalismus ist damit in der Entwicklung seiner Produktivkr&#228;fte an eine Grenze gesto&#223;en: eine Grenze, jenseits welcher er sich selbst &#252;berwinden m&#252;sste, um sein Potenzial auszun&#252;tzen.&lt;/i&gt;&#8220; &#8212; Andr&#233; Gorz, Die Presse/Spectrum 14.08.2004.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Freie Assoziation Freier Individuen&lt;/h3&gt;
&lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;An die Stelle der alten b&#252;rgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegens&#228;tzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung f&#252;r die freie Entwicklung aller ist.&#8220;&lt;/i&gt; &#8212; &lt;a href=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Kommunistisches Manifest&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Niemand wird gezwungen Freie Software zu entwickeln. Wer mit dem Kurs der Entwicklung den ein Freies Projekt einschl&#228;gt nicht zufrieden ist kann jederzeit einen &#8222;Fork&#8220; beginnen. Den bestehenden freien Code hernehmen und in eine andere Richtung weiterentwickeln. Das ist oft nicht sinnvoll weil dadurch Potential f&#252;r Kooperation verloren geht aber jederzeit m&#246;glich und es wird auch, wenn n&#246;tig, ab und zu gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Produktion Freier Software ist daher ein ideales Bild und Kommunismus (&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article39.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;wie er sein soll&lt;/a&gt;) zu verdeutlichen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ist das Ganze auch auf andere Bereiche &#252;bertragbar?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Oft wird spekuliert, dass das Ganze nur im Bereich der Produktion immaterieller G&#252;ter funktionieren kann. Tats&#228;chlich zeigt z.B. der Erfolg der Wikipedia, der ebenfalls auf dem Verzicht auf so genannte &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article7.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt; basiert, dass es in diesem Bereich offensichtlich leicht ist akapitalistische Produktion zu etablieren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Was aber meines Erachtens ein der wichtigsten Voraussetzungen ist damit Alternative Produktion funktionieren kann, sind die materiellen Voraussetzungen:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir alle m&#252;ssen f&#252;r Essen und Miete bezahlen. ProgrammiererInnen haben, dank ihrer von modernen Kapitalilsmus relativ gut bezahlten F&#228;higkeiten einen gewissen Freiraum. Sie k&#246;nnen es sich leisten auch noch unbezahlte Arbeit zu erledigen. Es ist dieser materielle Freiraum der f&#252;r die Produktion Freier Software nicht unerheblich ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Daraus l&#228;sst sich ableiten, dass, wenn diese hier so erfolgreiche Produktionsweise auch in anderen Bereichen funktionieren soll, auch andere Menschen entsprechende matrielle Absicherung ben&#246;tigen. Wir haben hier das zentrale Argument hinter der Forderung nach einem &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/mot37.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;bedingungslosen Grundeinkommen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Die Existenzgeldforderung verweist im Grunde auf die
Notwendigkeit einer anderen Wirtschaft, auf das Ende des
Geldfetischismus und der Marktgesellschaft. Sie verk&#252;ndet die
Hinf&#228;lligkeit der auf dem br&#252;chigen Arbeitsfundament aufgebauten
politisichen &#214;konomie und bereitet gewissermassen auf ihren
Zusammenbruch vor. [..] Die gegenw&#228;rtige Existenzgeldforderung hat
folglich mit ihren fr&#252;heren Formen, die eine sozialstaatliche
Umverteilung der Wertsch&#246;pfung verlangten, nicht viel gemeinsam. Die
meisten seiner heutigen Verfechter verweisen auf die F&#228;higkeiten dieser
Forderung, ein breites Spektrum gesellschaftlicher Kr&#228;fte in einer
antikapitalistischen Perspektive zu verb&#252;nden. (..) Die Garantie eines
ausreichenden Einkommens soll die wachsende und potenziell
vorherrschende Bedeutung dieser anderen &#214;konomie unterstreichen, die
eigentlichen, weder messbaren noch austauschbaren Reichtum schafft.&lt;/i&gt;&#8220; Andr&#233; Gorz, Wissen Wert und Kapital, S.80-S.81&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dass unter dieser Voraussetzung vielf&#228;ltige Formen alternativer Produktion m&#246;glich werden ist leicht einzusehen, unabh&#228;ngig davon ob es sich um materielle oder immaterielle Produktion handelt. Im &#252;brigen gilt: Mit der zunehmenden Automatisierung nimmt der immaterielle Anteil an der Produktion von materiellen Produkten immer mehr zu. Sch&#228;tzungen zufolge sind die H&#228;lfte der Kosten eines Autos schon Software Kosten.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Angesichts der Krise&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die aktuelle Krise ist, wie auch eine Krise der &#220;berproduktion. Sinnvoll zur L&#246;sung w&#228;re daher eine radikale Arbeitszeitverk&#252;rzung. Diese w&#252;rde dabei auch den materiellen Freiraum f&#252;r alternative &#214;konomien schaffen und k&#246;nnte, wie obige &#220;berlegungen zeigen, einen relativ sanften &#220;bergang in eine nicht-kapitalitische Welt erm&#246;glichen anstatt uns in faschistische Barbarei zu st&#252;rzen....&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mehr dazu auch am Kongress: &lt;a href=&quot;http://www.solidarische-oekonomie.at/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;solidarische-oekonomie.at&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Februar 2009,&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;P.S.: Artikel Logo: Credits &lt;a href=&quot;http://www.boingboing.net/images/creative-commies.gif&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;boingboing&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>BZ&#214; bezahlt 40000 Euro Verschrottungspr&#228;mie</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article67.html</link>
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		<dc:date>2009-01-19T18:39:26Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique15.html">Aktuell</category>

		<dc:subject>Satire</dc:subject>

		<description>Gerade eben auf ORF.at gefunden: BZ&#214; bezahlt 40000 Euro Verschrottungspr&#228;mie:

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique15.html" rel="directory"&gt;Aktuell&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot68.html" rel="tag"&gt;Satire&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton67.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;71&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Gerade eben auf ORF.at gefunden: BZ&#214; bezahlt 40000 Euro Verschrottungspr&#228;mie:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_37 spip_documents spip_documents_center' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L520xH457/bzoe2-e0da9.jpg' width='520' height='456' alt=&quot;40000 Euro Verschrottungspr&#228;mie&quot; title=&quot;40000 Euro Verschrottungspr&#228;mie&quot; style='height:456px;width:520px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Arbeiten Sie produktiv?</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article66.html</link>
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		<dc:date>2008-12-30T15:56:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique10.html">Arbeitswelt</category>

		<dc:subject>Geistige Eigentumsrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Effizienz</dc:subject>
		<dc:subject>Entfremdung</dc:subject>

		<description>Was machen sie beruflich? Arbeiten sie produktiv zum Wohle der Gesellschaft oder ist ihre Arbeit weitgehend sinnlos? &lt;br /&gt;Gemeinhin wird angenommen, dass die Konkurrenz unter den KapitalistInnen zur Steigerung der Effizienz f&#252;hrt. So dachte auch Marx. Allerdings war Marx auch bewusst, dass die zunehmende Produktivit&#228;t damit auch zu &#220;berproduktion und periodischen Krisen f&#252;hrt in denen durch Kriege und andere Mittel wieder Produktivit&#228;t vernichtet wird. &lt;br /&gt;Die dank der technologischen Entwicklung enorm (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique10.html" rel="directory"&gt;Arbeitswelt&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot16.html" rel="tag"&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot48.html" rel="tag"&gt;Effizienz&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot60.html" rel="tag"&gt;Entfremdung&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton66.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;173&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Was machen sie beruflich? Arbeiten sie produktiv zum Wohle der Gesellschaft oder ist ihre Arbeit weitgehend sinnlos?&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Gemeinhin wird angenommen, dass die Konkurrenz unter den KapitalistInnen zur Steigerung der Effizienz f&#252;hrt. So dachte auch Marx. Allerdings war Marx auch bewusst, dass die zunehmende Produktivit&#228;t damit auch zu &#220;berproduktion und periodischen Krisen f&#252;hrt in denen durch Kriege und andere Mittel wieder Produktivit&#228;t vernichtet wird.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die dank der technologischen Entwicklung enorm gesteigerte Produktivit&#228;t hat aber wohl auch dazu gef&#252;hrt, dass der Kapitalismus gen&#246;tigt war strukturelle Ineffizienz zu schaffen. Eine Firma beutet ihre Arbeitskr&#228;fte aus um Gruben auszuheben. Eine andere beutet andere Arbeitskr&#228;fte aus um die selbe Grube wieder zuzusch&#252;tten. Netto wird nichts sinnvolles f&#252;r die Gesellschaft geschaffen. Alles was notwendig ist, ist es sowohl das Ausheben der Gruben als auch deren Zusch&#252;ttung als Produkt zu gestalten f&#252;r das, f&#252;r sich gesehen ein Bedarf besteht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zur Analyse dieses Sachverhaltes siehe: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article4.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Bastiat, Broken Windows, Klimakatastrophen und Kriege&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article44.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Am Beispiel von Microsoft: Wie teuer kommt uns der Kapitalismus?&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Interessant w&#228;re es wissenschaftliche Studien zu finden die etwas genauere Zahlen &#252;ber diese massive Ineffizienz im Kapitalismus liefern. (Ich w&#252;rde mich &#252;ber entsprechende Hinweise von LeserInnen freuen).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir finden viele v&#246;llig oder teilweise unproduktive Bereiche und solche die wo nur M&#228;ngel des Kapitalismus wieder behoben werden.&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; R&#252;stungsproduktion, Waffenproduktion, ein Gro&#223;teil der &#8222;Sicherheitstechnik&#8220; und &#220;berwachungsdienstleitungen, etc. dazugeh&#246;rend nat&#252;rlich auch der Wiederaufbau: Der ist an sich nat&#252;rlich nicht unproduktiv, aber unproduktiv im Sinne, dass er ein Problem behebt, das wir ohne die zerst&#246;rerische Kraft des Kapitalismus in dieser Form nicht h&#228;tten.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Werbung und Marketing: Schafft im Wesentlichen nur Unzufriedenheit: Bedarf an Dingen die wir ohne diese nicht h&#228;tten und die uns n&#246;tigt sinnlosen Schrott zu kaufen. Sicherlich zu 98% (gesch&#228;tzt) unproduktiv. &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Schrottproduktion: Sie arbeiten in einem der Bereiche die Dinge produzieren die nicht wirklich sonderlich n&#252;tzlich sind, sondern f&#252;r die nur durch ein massives Werbeaufgebot &#252;berhaupt ein k&#252;nstlicher Bedarf geschaffen wurde. Nat&#252;rlich gibt es hier auch einen gro&#223;en Graubereich: Dinge die halbwegs n&#252;tzlich sind aber doch nicht notwendig. Die &#252;berh&#246;hten Preise von Markenprodukten fallen sicher in diese Kategorie. (Siehe &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article23.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Verachte die Marke! No Logo!&lt;/a&gt;). Ebenfalls Luxusg&#252;ter und Statussymbole. (Rolex, Merzedes, Guci &amp; Co, .. )&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Finanzdienstleistungen, Patentanw&#228;lte, u.&#228;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Neoliberale Ideologieproduktion. Wo Menschen daf&#252;r bezahlt werden anderen einzureden, dass das Leben im Kapitalismus super ist und dort wo es nicht so gut l&#228;uft entsprechende Beratung und Hilfe zu bieten. (Nat&#252;rlich ist diese Hilfe f&#252;r sich gesehen nicht unproduktiv aber sie behebt zu einem gro&#223;en Teil nur ein Problem das wir ohne diesen Kapitalismus erst gar nicht h&#228;tten.)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Umweltsanierung. Auch hier gilt: Ist ansich ja nicht unprodukltiv aber behebt zum Gro&#223;teil nur ein Problem das wir ohne den Wachstumsimperativ der kapitalistischen Produktionsweise in dieser Form nicht h&#228;tten.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Sollbruchstellen und externalisierte Kosten. Produkte werden oft absichtlich mit verminderter Lebensdauer produziert um sich nicht einen einen Markt f&#252;r neue Produkte zu verbauen. Arbeit an einem Produkt dessen Lebensdauer z.B. k&#252;nstlich auf die H&#228;lfte reduziert wurde ist nur noch zu 50% produktiv. Vielfach werden auch Probleme die Produkte machen auf die KonsumentInnen abgew&#228;lzt. Kosten werden &#8222;externalisiert&#8220;. Ein Beispiel ist die Massive Spambelastung durch die fahrl&#228;ssig unsicheren Microsoft Produkte. u.&#228;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Freizeitindustrie: Nat&#252;rlich ist es n&#252;tzlich wenn man/frau im Urlaub umsorgt wird. Aber ein Gro&#223;teil der Freizeitindustrie ist nur notwendig weil wir die wenige Freizeit die wir haben m&#246;glichst intensiv nutzen wollen. H&#228;tten wir mehr Freizeit br&#228;uchten wir die Freizeitindustrie nicht. Auch Autos und &#228;hnliches f&#228;llt zu einem hohen Grad in diese Kategorie. Ein Auto k&#246;stet meist mehr an Zeit f&#252;r seine Anschaffung und Erhaltung als es uns durch die schnellere Fortbewegung erspart. Es ist zu einem gewissen Prozentsatz ineffizient.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Ineffiziente Produktion durch Konkurrenz. Dort wo z.B. in verschiedenen Firmen an &#228;hnlichen L&#246;sungen geforscht und entwickelt wird k&#246;nnte durch Kooperation Arbeit eingespart werden. Insofern ist diese Arbeit zu einem hohen Grad unproduktiv.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie produktiv arbeiten Sie?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Am h&#246;chsten wird die Produktivit&#228;t wohl noch in Bereichen sei die direkt n&#252;tzliches Produzieren. Landwirtschaft und Bauwirtschaft. Eine Zahn&#228;rztin sicherlich fast g&#228;nzlich sinnvolle Arbeit. Ebenso eine Lehrerin (wobei es schon wieder von der Schule und der Schulstufe abh&#228;ngt. In manchen dieser Bereiche wird zum Teil auch an der neoliberalen Ideologievermittlung gearbeitet. Zum Teil wird auch nicht mit voller Effizienz gearbeitet, da Lehrmaterial durch so genannte &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article7.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt; unzug&#228;nglich gemacht wurden. etc..).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie produktiv arbeiten Sie?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hohe 80% oder eher rund um die 0% ? Manche Bereiche richten insgesamt sogar mehr Schaden an als sie nutzen, aber nach obiger Z&#228;hlweise w&#228;re hier der die ineffizienz auf der Seite jener zu verbuchen die den Schaden wieder ausbaden m&#252;ssen. (Was durch externalisierte Kosten auch in ihrer Freizeit passieren kann.)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mich w&#252;rde es sehr wundern wenn wir im Durchschnitt auf &#252;ber 30% kommen. Rechnet man/frau die Produktivit&#228;tssteigerung der letzten 50 Jahre dann m&#252;sste sich unsere Arbeitszeit auf 1/4 reduziert haben. Hat sie aber nicht. Ein Teil der (auch schon damals mit kapitalistischer Ineffizienz beladenen) Produktivit&#228;t ist sicherlich in eine Steigerung des Lebensstandards geflossen. Aber sicher nicht alles.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es ist bezeichnend f&#252;r unsere Gesellschaft, dass es kaum wissenschaftliche Arbeiten &#252;ber dieses Thema gibt, geschweige denn dass unsere Medien voll sind von Berichten die dieses Thema aufgreifen. Selbst der &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article51.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;linke Diskurs&lt;/a&gt; dreht sich immer noch wesentlich um das Thema &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article51.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Umverteilung&lt;/a&gt;. Dabei w&#228;re, angesichts obiger &#220;berlegungen, bei einer Abkehr vom kapitalistischen Produktionsmodell eine wesentliche Steigerung der Lebensqualit&#228;t f&#252;r (fast) alle Menschen m&#246;glich.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Dezember 2008&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Update&lt;/strong&gt;: Link von B&#228;nni: &lt;a href=&quot;http://www.5-stunden-woche.de/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;5-stunden-woche.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Kapitalismus einfach erkl&#228;rt</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article58.html</link>
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		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique11.html">Theorie</category>

		<dc:subject>Neoliberalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Entfremdung</dc:subject>

		<description>Wie funktioniert Kapitalismus? Was ist Kapitalismus? Der folgende Versuch diese Fragen einfach zu beantworten kann sicher nicht die Lekt&#252;re von Marx ersetzen aber zumindest eine Idee der wichtigsten Konzepte vermitteln. &lt;br /&gt;Die gro&#223;e Frage dabei ist: Wie mache ich aus 100 Euro nach m&#246;glichst kurzer Zeit 110 Euro? Marx nennt es das &#8222;Geheimnis der Plusmacherei&#8220;. &lt;br /&gt;Gesellschaftlich notwendige Arbeit &lt;br /&gt;&#8222;Wir brauchen keine Arbeitspl&#228;tze, wir brauchen Schuhe, Nudeln, Betten, Wohnungen, Musik und Kartoffeln, (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique11.html" rel="directory"&gt;Theorie&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot59.html" rel="tag"&gt;Neoliberalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot60.html" rel="tag"&gt;Entfremdung&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton58.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;143&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie funktioniert Kapitalismus? Was ist Kapitalismus? Der folgende Versuch diese Fragen einfach zu beantworten kann sicher nicht die Lekt&#252;re von Marx ersetzen aber zumindest eine Idee der wichtigsten Konzepte vermitteln.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die gro&#223;e Frage dabei ist: Wie mache ich aus 100 Euro nach m&#246;glichst kurzer Zeit 110 Euro? Marx nennt es das &#8222;Geheimnis der Plusmacherei&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Gesellschaftlich notwendige Arbeit&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_35 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L200xH151/breakfast-d400b.jpg' width='200' height='151' alt=&quot;Fr&#252;hst&#252;ck&quot; title=&quot;Fr&#252;hst&#252;ck&quot; style='height:151px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Wir brauchen keine Arbeitspl&#228;tze, wir brauchen Schuhe, Nudeln, Betten, Wohnungen, Musik und Kartoffeln, Anz&#252;ge und W&#252;rste, Badewannen und Artischocken, Haarnadeln und Rotwein, Kopfschmerztabletten und Lastwagen, Bilder, B&#252;cher und Brot.&#8220;&lt;/i&gt; &#8212; E.A. Rauter&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wieviel m&#252;ssen wir in Summe arbeiten um all das zu erzeugen was wir zum Leben brauchen? Das ist nat&#252;rlich eine Frage des Lebensstandard. Je mehr G&#252;ter und Dienstleistungen wir haben wollen, desto l&#228;nger m&#252;ssen wir arbeiten. Allerdings ist Feizeit, Zeit die wir haben um soziale Kontakte zu pflegen, etc. auch ein wichtiger Teil der Lebensqualit&#228;t.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Da die Produktion dankt der modernen Technik immer mehr automatisiert werden kann steigt die Produktivit&#228;t: Wir m&#252;ssten weniger lang arbeiten um den selben Lebensstandard zu haben. Wenn wir die Produktivit&#228;tssteigerung seit den 1950 aufrechnen dann m&#252;ssten wir heute nur noch 10 statt 40 Stunden arbeiten um den selben Lebensstandard zu haben.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Der Tausch&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Kapitalismus wird getauscht. Geld wird gegen Waren getauscht (Einkauf) und auf der anderen Seite wird Ware gegen Geld getauscht. Der &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Tausch alleine&lt;/strong&gt; macht dabei &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;noch keinen Kapitalismus&lt;/strong&gt;. Allerdings ist es wichtig den Tausch zu verstehen um den Kapitalismus zu verstehen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Waren k&#246;nnten prinzipiell auch direkt getauscht werden aber das ist nicht sehr praktisch. Daher wurde das Geld entwickelt. Anfangs erf&#252;llten Edelmetalle (Gold, Silber) diesen Zweck. Sp&#228;ter wurde das Edelmetall in den Banken verstaut und Papiergeld als Anrecht auf dieses Gold ausgegeben. Heute sind die W&#228;hrungen nur noch gegenseitiger Gradmesser der wirtschaftlichen St&#228;rke der einzelnen Wirtschaftsr&#228;ume.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wer fair tauscht kann keinen Gewinn machen: Ich habe 100 Euro. Kaufe daf&#252;r eine bestimmte Ware die genau 100 Euro Wert ist. Ich verkaufe sie wieder um 100 Euro und habe dabei nichts gewonnen. Marx nennt das &#8222;&#196;quivalententausch&#8220;. Damit l&#228;&#223;t sich offensichtlich kein Plus machen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nat&#252;rlich gibt es unfairen Tausch. Jemand kauft Ware die eigentlich mehr Wert ist aber der Verk&#228;ufer gibt sie billiger ab weil er/sie in einer Notlage ist oder den Wert nicht kennt. Aber bei solch unfairen Tausch ist der Gewinn des einen immer Verlust des anderen. In Summe &#252;ber alle Tauschgesch&#228;fte gerechnet heben sich solche auf. Es wird kein Plus gemacht. Wo kommt es also her dieses &#8222;Plus&#8220;?&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Produktion und Konsumation&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dinge werden nicht endlos hin und her gekauft und verkauft. Letztlich werden sie von irgend jemand konsumiert. Wir kaufen Lebensmittel, B&#252;cher, Wohnraum, und diverse Dienstleistung die wir verbrauchen. Ein bestimmtes Ma&#223; an diesen Dingen m&#252;ssen wir konsumieren um bei einem bestimmten Lebensstandard &#252;berleben zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Dinge die auf der einen Seite konsumiert werden m&#252;ssen auf der anderen Seite auch produziert werden.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Der Wert&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie viel ist etwas &#8222;wert&#8220;? Das ist h&#228;ngt davon ab wie &#8222;Wert&#8220; definiert wird. Marx hat dazu viel geschrieben. F&#252;r das oberfl&#228;chliche Verst&#228;ndnis sind aber zumindest folgende Begriffe notwendig:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Gebrauchswert&#8220; ist ein sehr subjektiver Wert. Ein bestimmtes Ding kann f&#252;r mich sehr n&#252;tzlich oder wichtig sein. Z.b. ein einzigarties Familienfoto das f&#252;r andere Menschen kaum &#8222;Wert&#8220; hat.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Tauschwert&#8220; - der Wert den eine Ware im kapitalistischen Tausch erzielt. Dieser h&#228;ngt von Angebot und Nachfrage ab. Aber bei &#8222;normaler&#8220; Nachfrage und einem diesem entsprechenden Angebot gibt es einen gewissen &#8222;inneren&#8220; Wert um den herum die tats&#228;chlichen Tauschwerte jeweils schwanken.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Von diesem &#8222;Wert&#8220; wollen die b&#252;rgerlichen &#214;konomen heute nichts wissen. Marx vertritt die These, dass das einzige was Wert schafft &#8222;die Erde und den Arbeiter&#8220; (MEW23, S.529) sind. Seine Analyse konzentriert sich allerdings sehr stark auf den Faktor Arbeit. Man spricht daher auch von der &#8222;Arbeitswerttheorie&#8220;: Der Wert eines Produkts ist die in ihm enthaltene Arbeitszeit. Dabei geht nat&#252;rlich nicht nur die direkte Arbeitszeit ein sondern indirekt auch die Maschinen die sich abnutzen aber zu ihrer Herstellung auch Arbeitszeit ben&#246;tigten und die Rohstoffe die zu ihrem Abbau auch Arbeitszeit ben&#246;tigten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Auch wenn die b&#252;rgerlichen &#214;konomen sich nicht f&#252;r diesen Wert interessieren: F&#252;r uns Menschen und f&#252;r die Frage wir unsere Gesellschaft organisieren ist es ein zentraler Aspekt: Wieviel Arbeit steckt in einem Produkt?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mit der zunehmenden Produktivit&#228;t (die hat uns im &#252;brigen nicht der Kapitalismus verschafft sondern der technologische Fortschritt) brauchen wir immer weniger Arbeit f&#252;r ein gewisses Produkt. Andererseits spielen heute die Begrenztheit der nat&#252;rlichen Ressourcen (Boden, Energie, ..) eine viel gr&#246;&#223;ere Rolle als noch vor 150 Jahren. (Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article11.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Der gr&#252;ne Marx &lt;/a&gt;).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#214;konomen wie Adam Smith und David Ricardo gingen noch davon aus, dass dieser &#8222;innere Wert&#8220; auch der Wert sei um den die Preise im Kapitalismus pendeln w&#252;rden. Das wird inzwischen sowohl von b&#252;rgerlichen als auch bei marxistischen &#214;konomen bezweifelt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es gibt in Summe eine Anzahl an Arbeitsstunden die notwendig ist um alle, f&#252;r unser Leben notwendigen Produkte und Dienstleistungen zu produzieren und diese Arbeit. Umgekehrt muss diese Arbeit in Summe in all diesen Produkten enthalten sein.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Das Kapitalverh&#228;ltnis&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Viele Menschen besitzen au&#223;er ihrer eigenen Arbeitskraft nichts das sie verkaufen k&#246;nnen. Sie sind, um &#252;berleben zu k&#246;nnen, darauf angewiesen ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Dem gegen&#252;ber stehen Menschen die die Fabriken und Maschinen besitzen die notwendig sind um Produkte effizient erzeugen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Kapital l&#228;sst also die Menschen f&#252;r sich arbeiten. Sie werden in ihren Fabriken und Betrieben angestellt und erhalten einen Lohn der gerade ausreicht damit sie (bei einem bestimmten Lebensstandard) halbwegs &#252;berleben k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In die Klasse der Lohnabh&#228;ngigen fallen auch jene die ihre Arbeit nicht pro/Stunde verkaufen sondern auf St&#252;ckkostenbasis &#8222;selbstst&#228;ndig&#8220; t&#228;tig sind.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Arbeit - eine ganz spezielle Ware&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_36 spip_documents spip_documents_left' style='float:left; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L200xH197/wantjob-10474.jpg' width='200' height='197' alt=&quot;Arbeitssuche&quot; title=&quot;Arbeitssuche&quot; style='height:197px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt; Die KapitalistIn bezahlt dem/der Lohnabh&#228;ngigen den Tauschwert seiner/ihrer Arbeitskraft - genau so wie auch beim Kauf anderer Waren wird der Tauschwert bezahlt. Was erhalten die KapitalistInnen aber daf&#252;r? Sie d&#252;rfen die Arbeitskraft f&#252;r eine gewisse Zeit befehligen. Sie erhalten den Gebrauchstwert der Arbeitskraft. Der ist in der Regel h&#246;her als der Tauschwert.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Angenommen eine Programmiererin bekommt 30000 Euro im Jahr. Sie schreibt daf&#252;r 8h/Tag Programme die der Kapitalist dem die Firma geh&#246;rt bei der sie Arbeitet dann mit etwas Gl&#252;ck um 100000 Euro verkauft. Der hat also 70000 Euro Gewinn gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der Tauschwert der Arbeit ersetzt im wesentlichen das was notwendig ist um Essen, Kleidung, Wohnung, Bildung, Gesundheitsvorsorge, etc.. abzudecken. Also was zur so genannten &#8222;Reproduktion&#8220; der Ware &#8222;Arbeitskraft&#8220; notwendig ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zu beachten ist, dass dieser ungleiche Tausch durchaus ein, im obigen Sinne &#8222;fairer&#8220; tausch ist: Der Kapitalist bezahlt den fairen Preis der Ware Arbeitskraft, den Marktpreis. Blo&#223; dass er daf&#252;r eine &#8222;Ware&#8220; erh&#228;lt die eine spezielle F&#228;higkeiten hat: Wert zu schaffen. Das ist letztlich das Geheimnis der Plusmacherei.&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Die Ver&#228;nderung kann also nur entspringen aus ihrem Gebrauchswert als solchem, d.h. aus ihrem Verbrauch. Um aus dem Verbrauch einer Ware Wert herauszuziehn, m&#252;&#223;te unser Geldbesitzer so gl&#252;cklich sein, innerhalb der Zirkulationssph&#228;re, auf dem Markt, eine Ware zu entdecken, deren Gebrauchswert selbst die eigent&#252;mliche Beschaffenheit bes&#228;&#223;e, Quelle von Wert zu sein, deren wirklicher Verbrauch also selbst Vergegenst&#228;ndlichung von Arbeit w&#228;re, daher Wertsch&#246;pfung. Und der Geldbesitzer findet auf dem Markt eine solche spezifische Ware vor - das Arbeitsverm&#246;gen oder die Arbeitskraft.&lt;/i&gt;&#8220; &#8212; MEW23:181 (Karl Marx, Kapital Band I)&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Wachstumszwang&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Eigent&#252;merInnen des Kapitals k&#246;nnen meist nur einen kleinen Teil des Gewinnes selbst verbrauchen. Der Rest wird wieder investiert und bringt erneut Gewinn. Mit einer bestimmten Menge an Geld kann eine bestimmte Menge an Arbeit kommandiert werden. Diese nimmt damit aber st&#228;ndig zu. Das war der Grund f&#252;r Kolonialismus der vergangenen Jahrhunderte. Heute herrscht der Kapitalismus global und hat keinen Platz mehr f&#252;r externe Expansion. Das f&#252;hrt zur inneren Expansion: Immer mehr Bereiche unseres Leben die noch nicht kapitalistisch verwertet wurden werden heute zur Ware gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Immer mehr Unsinn wird produziert. Immer wieder f&#252;hrt die &#220;berproduktion zu Krisen:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus,
welche allen fr&#252;heren Epochen als ein Widersinn erschienen w&#228;re - die
Epidemie der &#220;berproduktion. Die Gesellschaft findet sich pl&#246;tzlich in
einen Zustand momentaner Barbarei zur&#252;ckversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zuviel Zivilisation, zuviel Lebensmittel, zuviel Industrie, zuviel Handel besitzt. Die Produktivkr&#228;fte, die ihr zur Verf&#252;gung stehen, dienen nicht mehr zur Bef&#246;rderung der b&#252;rgerlichen Eigentumsverh&#228;ltnisse; im Gegenteil, sie sind zu gewaltig f&#252;r diese Verh&#228;ltnisse geworden, sie werden von ihnen
gehemmt; und sobald sie dies Hemmnis &#252;berwinden, bringen sie die ganze b&#252;rgerliche Gesellschaft in Unordnung, gef&#228;hrden sie die Existenz des b&#252;rgerlichen
Eigentums.&lt;/i&gt;&#8220; &#8212; Manifest der Kommunistischen Partei, Karl Marx, 1847&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article59.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;B&#246;rsencrash und Realwirtschaft&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article4.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Bastiat, Broken Windows, Klimakatastrophen und Kriege&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zinsen, Banken, Aktienkurse, Spekulation &amp; Co&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das Bild des heutigen Kapitalismus wird vor allem durch Banken und Konzerne gepr&#228;gt. Oftmals werden &#8222;b&#246;se Spektulanten&#8220; f&#252;r die Probleme verantwortlich gemacht. Diesen wird dann meist das idealisierte Bild einer &#8222;guten Produktion&#8220; entgegen gestellt. Solcherart &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article5.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Verk&#252;rzungen der Kapitalismuskritik&lt;/a&gt; haben vor allem die Nazis betrieben. Auch heute sind sie in rechtsextremen Kreisen zu finden. Immer &#246;fter aber auch unter selbsternannten Linken die nicht verstehen, dass der &#8222;ganz normale&#8220; Kapitalismus schon das Problem ist: Das &#220;bel beginnt da wo Menschen nichts haben au&#223;er sich selbst zu verkaufen und andere die Produktionsmittel kontrollieren. Alles andere: Zinsen, Banken, Aktienkurse, Spekulationen, etc.. sind alles abgeleitete Ph&#228;nomene. Irgendwo muss am Ende jemand/jefrau arbeiten damit wir unser Leben fristen k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Wirtschaft w&#228;re da um dieses Arbeiten m&#246;glichst gut und sinnvoll zu organisieren. Die kapitalistische Wirtschaft schafft das aber immer weniger. J&#228;hrlich verhungern 10 Millionen und mehr Menschen obwohl gen&#252;gend Nahrung f&#252;r alle da w&#228;re. Daneben werden 1000 Millarden Euro in R&#252;stung gepulvert. Abermilliarden in Werbung um Bedarf f&#252;r Produkte zu schaffen die wir nicht brauchen. Wissen und Information die heute ohne Kosten f&#252;r alle zug&#228;nglich gemacht werden k&#246;nnten werden &#252;ber Gesetze k&#252;nstlich rar gemacht um sie im Kapitalismus als Ware handeln zu k&#246;nnen. Die einen werden bezahlt um Spam zu filtern, die anderen werden bezahlt um welchen zu produzieren. etc.etc... Der kapitalistische Irrsinn ist unbeschreiblich. Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Die sieben Probleme mit dem Kapitalismus&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Wenig Antworten aus der b&#252;rgerlichen Wissenschaft&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Heute befasst sich ein ganzer Zweig der Wissenschaft mit dem Thema: Wirtschaftswissenschaften. Diese helfen jedoch kaum bei der Beantwortung der Frage was den der Kapitalismus ist. Die eine H&#228;lfte dieser Wissenschaft, die Betriebswirtschaftslehre betrachtet das ganze nur aus der Sicht der UnternehmerInnen: Wie man/frau profitabel wirtschaftet. Die UnternehmerInnen interessieren sich aber dar&#252;ber hinaus herzlich wenig f&#252;r den Kapitalismus. Der andere gro&#223;e Zweig der Wirtschaftswissenschaften, die Volkswirtschaftslehre sollte sich eigentlich schon damit besch&#228;ftigen wie das Wirtschaftssystem im gro&#223;en und Ganzen funktioniert. Allerdings werden dort die Fragestellungen und Begriffsdefinitionen so gefa&#223;t., dass die wesentlichen Aspekte m&#246;glichst verschleiert werden. Wer den Kapitalismus wirklich verstehen will, sollte also auf Marx zur&#252;ckgreifen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, November 2008&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Wann platzt die Kapitalismus Blase? </title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article64.html</link>
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		<dc:date>2008-11-10T23:00:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique15.html">Aktuell</category>

		<dc:subject>Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik</dc:subject>
		<dc:subject>Geistige Eigentumsrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Neoliberalismus</dc:subject>
		<dc:subject>B&#246;rse</dc:subject>

		<description>Immobilienblase und B&#246;rsencrash sind in aller Munde. Die Aktienkurse scheinen sich aber sch&#246;n langsam wieder zu fangen. Ist die Krise &#252;berstanden oder liegen neben den faulen Krediten noch andere Leichen im Keller? &lt;br /&gt;Die Immobilienblase selbst d&#252;rfte noch relativ wenige Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Allerdings k&#246;nnte eine Rezession durchaus noch weitere Probleme zum Vorschein bringen. Benni B&#228;rmann hat einen interessanten Artikel verfasst, in dem er sechs Stufen der Krise auflistet. (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique15.html" rel="directory"&gt;Aktuell&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot12.html" rel="tag"&gt;Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot16.html" rel="tag"&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot59.html" rel="tag"&gt;Neoliberalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot67.html" rel="tag"&gt;B&#246;rse&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton64.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;102&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Immobilienblase und B&#246;rsencrash sind in aller Munde. Die Aktienkurse scheinen sich aber sch&#246;n langsam wieder zu fangen. Ist die Krise &#252;berstanden oder liegen neben den faulen Krediten noch andere Leichen im Keller?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article59.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Immobilienblase&lt;/a&gt; selbst d&#252;rfte noch relativ wenige Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Allerdings k&#246;nnte eine Rezession durchaus noch weitere Probleme zum Vorschein bringen. Benni B&#228;rmann hat einen interessanten Artikel verfasst, in dem er &lt;a href=&quot;http://www.keimform.de/2008/10/23/die-sechs-stufen-der-krise/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;sechs Stufen der Krise&lt;/a&gt; auflistet. Von einer Branchenkrise, &#252;ber branchen&#252;bergreifende Krisen bis hinauf zu Systemkrisen und Menschheitskrise.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Eine Krise auf einer unteren Stufe kann dabei als Indikator und/oder Ausl&#246;ser einer Krise auf h&#246;herer Stufe wirken. Insofern k&#246;nnte die Immobilienblase durchaus ein noch deutlicheres Nachspiel haben als eine vor&#252;bergehende Rezession.&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Die sozialen Verh&#228;ltnisse sind eng verkn&#252;pft mit den Produktivkr&#228;ften. Mit der Erwerbung neuer Produktivkr&#228;fte ver&#228;ndern die Menschen ihre Produktionsweise, und mit der Ver&#228;nderung der Produktionsweise, der Art, ihren Lebensunterhalt zu gewinnen, ver&#228;ndern sie alle ihre gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse. Die Handm&#252;hle ergibt eine Gesellschaft mit Feudalherren, die Dampfm&#252;hle eine Gesellschaft mit industriellen Kapitalisten.&lt;/i&gt;&#8220; &#8212; Karl Marx, Das Elend der Philosophie, MEW4:130&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Das kapitalistische System ist schon lange keine ad&#228;quate Form der Produktion. Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Die sieben Probleme mit dem Kapitalismus&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Der Kapitalismus ist damit in der Entwicklung seiner Produktivkr&#228;fte an eine Grenze gesto&#223;en: eine Grenze, jenseits welcher er sich selbst &#252;berwinden m&#252;sste, um sein Potenzial auszun&#252;tzen.&#8220;&lt;/i&gt; &#8212; Andr&#233; Gorz, Die Presse/Spectrum 14.08.2004.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Gro&#223;teil der Produktivit&#228;t wird von diesem System k&#252;nstlich unterdr&#252;ckt. Durch &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article7.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;so genannte &#8222;geistige Eigentumsrechte&#8220;&lt;/a&gt; wird der freie Informationsaustausch behindert und k&#252;nstliche Knappheit geschaffen. Ebenso durch Werbung und durch Kriege. Kriege als Mittel gegen die &#220;berproduktion wurden von Marx schon im Manifest erw&#228;hnt. Heute, 160 Jahre sp&#228;ter ist die Produktivit&#228;t noch um ein vielfaches h&#246;her und die Methoden der Schaffung von Knappheit um vieles ausgefeilter.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_34 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L200xH167/bubble2-f3c39.jpg' width='200' height='167' alt=&quot;Seifenblasen&quot; title=&quot;Seifenblasen&quot; style='height:167px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt; In &lt;a href=&quot;http://resources.zdnet.co.uk/articles/comment/0,1000002985,39541519,00.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Bursting the proprietary-software bubble&lt;/a&gt; zieht Mark Tayler einen Vergleich zwischen der Immobilienblase und der Blase der propriet&#228;ren Software. &#196;hnlich gelagert argumentiert Brian Kahin in
&lt;a href=&quot;http://www.huffingtonpost.com/brian-kahin/the-patent-bubble-still-g_b_129232.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;The Patent Bubble... Still Growing&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wobei der auf IT und Technologie fixierte Blick viele Bereiche &#252;bersieht in denen heute ebenfalls keine echte , sinnvolle Arbeit mehr geleistet wird sonder nur noch die Fehler des Kapitalismus von der einen Grube in die andere geschaufelt werden. Siehe: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article4.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Bastiat, Broken Windows, Klimakatastrophen und Kriege&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Angesichts solcher &#220;berlegungen wirkt die Immobilienblase wie der sprichw&#246;rtliche Lercherlschaas. Dass eine Systemkrise des Kapitalismus zu dessen &#220;berwindung f&#252;hren muss ist allerdings nicht gesichert: Das ganze kann (und das ist leider nicht wirklich unwahrscheinlich) auch dem gegenw&#228;rtigen Rechtsruck weiter treiben und wir landen wieder im Faschismus. Gerade angesichts der Tatsache, dass auch aus den Kreisen der selbst ernannten Linken sehr oft &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article5.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;verk&#252;rzte und strukturell antisemitische Kapitalismuskritik&lt;/a&gt; zu h&#246;ren ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, November 2008&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;(Artikel Logo: Remixed from &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/aussiegall/297237720/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;flickr, aussiegall&lt;/a&gt; Unter CC Attribution 2.0 Licence)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Update: 12.11.:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29116/1.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Die v&#246;llig obsolete Musikindustrie bittet um Bailout&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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