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	<title>qummunismus / kommunismus reloaded</title>
	<link>http://qummunismus.at/</link>
	<description>Radikale Kritik am kapitalistischen System ist heute notwendiger denn je. Traditionelle Kommunistische Parteien sind allerdings dazu kaum in der Lage. Sie sind mehr oder weniger noch immer in autorit&#228;ren, hierarchischen, planwirtschaftlichen Strukturen und Denken des gescheiterten Realsozialismus verhaftet. Ein Neubeginn ist notwendig: Qummunismus ist Kommunismus reloaded.</description>
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		<title>Arbeiten Sie produktiv?</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article66.html</link>
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		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique10.html">Arbeitswelt</category>

		<dc:subject>Geistige Eigentumsrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Effizienz</dc:subject>
		<dc:subject>Entfremdung</dc:subject>

		<description>Was machen sie beruflich? Arbeiten sie produktiv zum Wohle der Gesellschaft oder ist ihre Arbeit weitgehend sinnlos? &lt;br /&gt;Gemeinhin wird angenommen, dass die Konkurrenz unter den KapitalistInnen zur Steigerung der Effizienz f&#252;hrt. So dachte auch Marx. Allerdings war Marx auch bewusst, dass die zunehmende Produktivit&#228;t damit auch zu &#220;berproduktion und periodischen Krisen f&#252;hrt in denen durch Kriege und andere Mittel wieder Produktivit&#228;t vernichtet wird. &lt;br /&gt;Die dank der technologischen Entwicklung enorm (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique10.html" rel="directory"&gt;Arbeitswelt&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot16.html" rel="tag"&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot48.html" rel="tag"&gt;Effizienz&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot60.html" rel="tag"&gt;Entfremdung&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton66.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;173&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Was machen sie beruflich? Arbeiten sie produktiv zum Wohle der Gesellschaft oder ist ihre Arbeit weitgehend sinnlos?&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Gemeinhin wird angenommen, dass die Konkurrenz unter den KapitalistInnen zur Steigerung der Effizienz f&#252;hrt. So dachte auch Marx. Allerdings war Marx auch bewusst, dass die zunehmende Produktivit&#228;t damit auch zu &#220;berproduktion und periodischen Krisen f&#252;hrt in denen durch Kriege und andere Mittel wieder Produktivit&#228;t vernichtet wird.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die dank der technologischen Entwicklung enorm gesteigerte Produktivit&#228;t hat aber wohl auch dazu gef&#252;hrt, dass der Kapitalismus gen&#246;tigt war strukturelle Ineffizienz zu schaffen. Eine Firma beutet ihre Arbeitskr&#228;fte aus um Gruben auszuheben. Eine andere beutet andere Arbeitskr&#228;fte aus um die selbe Grube wieder zuzusch&#252;tten. Netto wird nichts sinnvolles f&#252;r die Gesellschaft geschaffen. Alles was notwendig ist, ist es sowohl das Ausheben der Gruben als auch deren Zusch&#252;ttung als Produkt zu gestalten f&#252;r das, f&#252;r sich gesehen ein Bedarf besteht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zur Analyse dieses Sachverhaltes siehe: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article4.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Bastiat, Broken Windows, Klimakatastrophen und Kriege&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article44.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Am Beispiel von Microsoft: Wie teuer kommt uns der Kapitalismus?&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Interessant w&#228;re es wissenschaftliche Studien zu finden die etwas genauere Zahlen &#252;ber diese massive Ineffizienz im Kapitalismus liefern. (Ich w&#252;rde mich &#252;ber entsprechende Hinweise von LeserInnen freuen).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir finden viele v&#246;llig oder teilweise unproduktive Bereiche und solche die wo nur M&#228;ngel des Kapitalismus wieder behoben werden.&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; R&#252;stungsproduktion, Waffenproduktion, ein Gro&#223;teil der &#8222;Sicherheitstechnik&#8220; und &#220;berwachungsdienstleitungen, etc. dazugeh&#246;rend nat&#252;rlich auch der Wiederaufbau: Der ist an sich nat&#252;rlich nicht unproduktiv, aber unproduktiv im Sinne, dass er ein Problem behebt, das wir ohne die zerst&#246;rerische Kraft des Kapitalismus in dieser Form nicht h&#228;tten.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Werbung und Marketing: Schafft im Wesentlichen nur Unzufriedenheit: Bedarf an Dingen die wir ohne diese nicht h&#228;tten und die uns n&#246;tigt sinnlosen Schrott zu kaufen. Sicherlich zu 98% (gesch&#228;tzt) unproduktiv. &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Schrottproduktion: Sie arbeiten in einem der Bereiche die Dinge produzieren die nicht wirklich sonderlich n&#252;tzlich sind, sondern f&#252;r die nur durch ein massives Werbeaufgebot &#252;berhaupt ein k&#252;nstlicher Bedarf geschaffen wurde. Nat&#252;rlich gibt es hier auch einen gro&#223;en Graubereich: Dinge die halbwegs n&#252;tzlich sind aber doch nicht notwendig. Die &#252;berh&#246;hten Preise von Markenprodukten fallen sicher in diese Kategorie. (Siehe &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article23.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Verachte die Marke! No Logo!&lt;/a&gt;). Ebenfalls Luxusg&#252;ter und Statussymbole. (Rolex, Merzedes, Guci &amp; Co, .. )&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Finanzdienstleistungen, Patentanw&#228;lte, u.&#228;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Neoliberale Ideologieproduktion. Wo Menschen daf&#252;r bezahlt werden anderen einzureden, dass das Leben im Kapitalismus super ist und dort wo es nicht so gut l&#228;uft entsprechende Beratung und Hilfe zu bieten. (Nat&#252;rlich ist diese Hilfe f&#252;r sich gesehen nicht unproduktiv aber sie behebt zu einem gro&#223;en Teil nur ein Problem das wir ohne diesen Kapitalismus erst gar nicht h&#228;tten.)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Umweltsanierung. Auch hier gilt: Ist ansich ja nicht unprodukltiv aber behebt zum Gro&#223;teil nur ein Problem das wir ohne den Wachstumsimperativ der kapitalistischen Produktionsweise in dieser Form nicht h&#228;tten.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Sollbruchstellen und externalisierte Kosten. Produkte werden oft absichtlich mit verminderter Lebensdauer produziert um sich nicht einen einen Markt f&#252;r neue Produkte zu verbauen. Arbeit an einem Produkt dessen Lebensdauer z.B. k&#252;nstlich auf die H&#228;lfte reduziert wurde ist nur noch zu 50% produktiv. Vielfach werden auch Probleme die Produkte machen auf die KonsumentInnen abgew&#228;lzt. Kosten werden &#8222;externalisiert&#8220;. Ein Beispiel ist die Massive Spambelastung durch die fahrl&#228;ssig unsicheren Microsoft Produkte. u.&#228;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Freizeitindustrie: Nat&#252;rlich ist es n&#252;tzlich wenn man/frau im Urlaub umsorgt wird. Aber ein Gro&#223;teil der Freizeitindustrie ist nur notwendig weil wir die wenige Freizeit die wir haben m&#246;glichst intensiv nutzen wollen. H&#228;tten wir mehr Freizeit br&#228;uchten wir die Freizeitindustrie nicht. Auch Autos und &#228;hnliches f&#228;llt zu einem hohen Grad in diese Kategorie. Ein Auto k&#246;stet meist mehr an Zeit f&#252;r seine Anschaffung und Erhaltung als es uns durch die schnellere Fortbewegung erspart. Es ist zu einem gewissen Prozentsatz ineffizient.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Ineffiziente Produktion durch Konkurrenz. Dort wo z.B. in verschiedenen Firmen an &#228;hnlichen L&#246;sungen geforscht und entwickelt wird k&#246;nnte durch Kooperation Arbeit eingespart werden. Insofern ist diese Arbeit zu einem hohen Grad unproduktiv.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie produktiv arbeiten Sie?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Am h&#246;chsten wird die Produktivit&#228;t wohl noch in Bereichen sei die direkt n&#252;tzliches Produzieren. Landwirtschaft und Bauwirtschaft. Eine Zahn&#228;rztin sicherlich fast g&#228;nzlich sinnvolle Arbeit. Ebenso eine Lehrerin (wobei es schon wieder von der Schule und der Schulstufe abh&#228;ngt. In manchen dieser Bereiche wird zum Teil auch an der neoliberalen Ideologievermittlung gearbeitet. Zum Teil wird auch nicht mit voller Effizienz gearbeitet, da Lehrmaterial durch so genannte &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article7.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt; unzug&#228;nglich gemacht wurden. etc..).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie produktiv arbeiten Sie?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hohe 80% oder eher rund um die 0% ? Manche Bereiche richten insgesamt sogar mehr Schaden an als sie nutzen, aber nach obiger Z&#228;hlweise w&#228;re hier der die ineffizienz auf der Seite jener zu verbuchen die den Schaden wieder ausbaden m&#252;ssen. (Was durch externalisierte Kosten auch in ihrer Freizeit passieren kann.)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mich w&#252;rde es sehr wundern wenn wir im Durchschnitt auf &#252;ber 30% kommen. Rechnet man/frau die Produktivit&#228;tssteigerung der letzten 50 Jahre dann m&#252;sste sich unsere Arbeitszeit auf 1/4 reduziert haben. Hat sie aber nicht. Ein Teil der (auch schon damals mit kapitalistischer Ineffizienz beladenen) Produktivit&#228;t ist sicherlich in eine Steigerung des Lebensstandards geflossen. Aber sicher nicht alles.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es ist bezeichnend f&#252;r unsere Gesellschaft, dass es kaum wissenschaftliche Arbeiten &#252;ber dieses Thema gibt, geschweige denn dass unsere Medien voll sind von Berichten die dieses Thema aufgreifen. Selbst der &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article51.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;linke Diskurs&lt;/a&gt; dreht sich immer noch wesentlich um das Thema &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article51.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Umverteilung&lt;/a&gt;. Dabei w&#228;re, angesichts obiger &#220;berlegungen, bei einer Abkehr vom kapitalistischen Produktionsmodell eine wesentliche Steigerung der Lebensqualit&#228;t f&#252;r (fast) alle Menschen m&#246;glich.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Dezember 2008&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Update&lt;/strong&gt;: Link von B&#228;nni: &lt;a href=&quot;http://www.5-stunden-woche.de/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;5-stunden-woche.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Neoliberale Ideologievermittlung &#252;ber Selbstmanagementkurse</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article22.html</link>
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		<dc:date>2007-12-02T16:40:22Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique10.html">Arbeitswelt</category>

		<dc:subject>Kommunikationsdesign</dc:subject>
		<dc:subject>Selbstmanagement</dc:subject>

		<description>Weiterbildung ist in unserer schnelllebigen Zeit unabdingbar. Seminare zu Themen wie: &#8222;Professionelle Kommunikation&#8220; oder &#8222;Selbstmanagement&#8220; sind derzeit in Mode. Dass F&#252;hrungskr&#228;fte lernen wie MitarbeiterInnen am besten ausgebeutet werden ist ja keine Neuigkeit. Inzwischen sind aber zunehmend auch einfache Angestellte Ziel des neoliberalen Ideologievermittlung. &lt;br /&gt;Die kapitalistische Produktion hat sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt. Wir sind auf dem Weg in die Wissensgesellschaft aber (...)


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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton22.gif&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;220&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Weiterbildung ist in unserer schnelllebigen Zeit unabdingbar. Seminare zu Themen wie: &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Professionelle Kommunikation&lt;/i&gt;&#8220; oder &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Selbstmanagement&lt;/i&gt;&#8220; sind derzeit in Mode. Dass F&#252;hrungskr&#228;fte lernen wie MitarbeiterInnen am besten ausgebeutet werden ist ja keine Neuigkeit. Inzwischen sind aber zunehmend auch einfache Angestellte Ziel des neoliberalen Ideologievermittlung.&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die kapitalistische Produktion hat sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt. Wir sind auf dem Weg in die Wissensgesellschaft aber stecken leider noch im Wissenskapitalismus fest. Andr&#233; Gorz hat es in einem Artikel so ausgedr&#252;ckt:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Die Produktivit&#228;t der Unternehmen h&#228;ngt weitgehend von den kooperativen und kommunikativen Kompetenzen der Akteure ab, ihrer F&#228;higkeit, eine Situation zu &#252;berblicken, schnell zu urteilen und zu entscheiden, f&#252;r neue Ideen offen zu sein, neue Kenntnisse zu erwerben. Die Produktion und Produktivit&#228;t beruhen auf &quot;Leistungen&quot;, die nicht mehr mit dem Ma&#223;stab der Arbeitszeit messbar sind. Sie mobilisieren ein &quot;Wissen&quot;, das sowohl aus Fachkenntnissen als auch aus informellen pers&#246;nlichen F&#228;higkeiten besteht. Diese F&#228;higkeiten lassen sich nicht in Ausbildungskursen erwerben. Man erwirbt sie vielmehr in spielerischen, k&#252;nstlerischen, sportlichen Aktivit&#228;ten vor und au&#223;erhalb der Arbeit und entwickelt sie dann innerhalb der Arbeit weiter. Es kommt immer &#246;fter zu einer Synergie zwischen Arbeit und pers&#246;nlicher Entwicklung. Die Produktivit&#228;t der unmittelbar produktiven Arbeit h&#228;ngt von der Entfaltung pers&#246;nlicher F&#228;higkeiten ab, d.h. von der &quot;Selbstentwicklungsarbeit&quot;, die eine Person als Selbstzweck &#252;bt. Diese Selbstentwicklungsarbeit ist im Leben von vielen - bald von den meisten - zeitaufw&#228;ndiger und f&#252;r sie selbst wichtiger als die geleistete unmittelbare Produktionsarbeit.&#8220;&lt;/i&gt; &lt;a href=&quot;http://www.wissensgesellschaft.org/themen/orientierung/welchegesellschaft.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Andr&#233; Gorz: Welches Wissen? Welche Gesellschaft?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der externen Expansion st&#246;&#223;t der Kapitalismus heute auf die Begrenztheit des Globus und dr&#228;ngt daher vermehrt in die &#8222;innere Expansion&#8220;. Immer mehr Bereiche unseres Lebens und unseres Seins werden einerseits zur Ware und andererseits zur Produktivkraft. Unsere Kreativit&#228;t, unser Wissen, unsere Kultur unsere Tr&#228;ume und unsere Tr&#228;nen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;All das ist nicht messbar und nicht w&#228;gbar. Kreativit&#228;t ist nicht abz&#228;hlbar wie die Anzahl der Werkst&#252;cke, die pro Stunde &#252;ber ein Flie&#223;band laufen. Unternehmen m&#252;ssen daher zunehmend auf MitarbeiterInnenmotivation setzen. &lt;a href=&quot;http://www.gnu.org/philosophy/motivation.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Studien belegen, dass Geld kein besonders geeignetes Mittel zur &quot;F&#246;rderung&quot; von Kreativit&#228;t
ist&lt;/a&gt;. Irgendwie m&#252;ssen es die Unternehmen schaffen, die MitarbeiterInnen zur Selbstausbeutung zu motivieren. Dass das f&#252;r die arbeitenden Menschen dennoch eine Belastung ist, d&#252;rfte den UnternehmerInnen klar sein. Ein wichtiger Punkt in der ideologischen Schulung ist daher die:&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Work-Life Balance&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Arbeit und Leben soll in einem harmonischen Gleichgewicht stehen. Dass Arbeit und Leben dabei sofort getrennt werden ist eine der unhinterfragten Pr&#228;missen dabei. Die Entfremdung des Menschen von seiner Arbeit wird als gegeben vorausgesetzt. Bei Marx hei&#223;t es dazu:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Worin besteht nun die Ent&#228;u&#223;erung der Arbeit?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Erstens, da&#223; die Arbeit dem Arbeiter &#228;u&#223;erlich ist, d.h. nicht zu seinem Wesen geh&#246;rt, da&#223; er sich daher in seiner Arbeit nicht bejaht, sondern verneint, nicht wohl, sondern ungl&#252;cklich f&#252;hlt, keine freie physische und geistige Energie entwickelt, sondern seine Physis abkasteit und seinen Geist ruiniert. Der Arbeiter f&#252;hlt sich daher erst au&#223;er der Arbeit bei sich und in der Arbeit au&#223;er sich. Zu Hause ist er, wenn er nicht arbeitet, und wenn er arbeitet, ist er nicht zu Haus. Seine Arbeit ist daher nicht freiwillig, sondern gezwungen, Zwangsarbeit. Sie ist daher nicht die Befriedigung eines Bed&#252;rfnisses, sondern sie ist nur ein Mittel, um Bed&#252;rfnisse au&#223;er ihr zu befriedigen. Ihre Fremdheit tritt darin rein hervor, da&#223;, sobald kein physischer oder sonstiger Zwang existiert, die Arbeit als eine Pest geflohen wird. Die &#228;u&#223;erliche Arbeit, die Arbeit, in welcher der Mensch sich ent&#228;u&#223;ert, ist eine Arbeit der Selbstaufopferung, der Kasteiung. Endlich erscheint die &#196;u&#223;erlichkeit der Arbeit f&#252;r den Arbeiter darin, da&#223; sie nicht sein eigen, sondern eines andern ist, da&#223; sie ihm nicht geh&#246;rt, da&#223; er in ihr nicht sich selbst, sondern einem andern angeh&#246;rt. Wie in der Religion die Selbstt&#228;tigkeit der menschlichen Phantasie, des menschlichen Hirns und des menschlichen Herzens unabh&#228;ngig vom Individuum, d. h. als eine fremde, g&#246;ttliche oder teuflische T&#228;tigkeit, auf es wirkt, so ist die T&#228;tigkeit des Arbeiters nicht seine Selbstt&#228;tigkeit. Sie geh&#246;rt einem andren, sie ist der Verlust seiner selbst.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es k&#246;mmt daher zu dem Resultat, da&#223; der Mensch (der Arbeiter) nur mehr in seinen tierischen Funktionen, Essen, Trinken und Zeugen, h&#246;chstens noch Wohnung, Schmuck etc., sich als freit&#228;tig f&#252;hlt und in seinen menschlichen Funktionen nur mehr als Tier. Das Tierische wird das Menschliche und das Menschliche das Tierische.&lt;/i&gt;&#8220; --- &lt;a href=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me40/me40_510.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Karl Marx, &#214;konomisch-philosophische Manuskripte, MEW40:514&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Da die Gestaltungsm&#246;glichkeiten im &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Work&#8220;&lt;/i&gt;-Bereich gering sind, kann die Forderung nach einer &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Work-Life Balance&#8220;&lt;/i&gt; &#252;bersetzt werden als: Erholt euch gut in eurer Freizeit, damit ihr dann auch sch&#246;n brav fit seid f&#252;r den Job. Man f&#252;hlt sich erinnert an Antonio Gramscis Untersuchungen &#252;ber &#8222;das Zusammenwirken von Massenproduktionsweise, privater Lebensf&#252;hrung und staatlicher Kampagne um Moral (Puritanismus/Prohibition)&#8220; [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb1-1&quot; name=&quot;nh1-1&quot; id=&quot;nh1-1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[1] Zitiert nach Frigga Haug, August 2007 , &#8222;Was ist marxistischer (...)' &gt;1&lt;/a&gt;] in &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Amerikanismus und Fordismus&lt;/i&gt;&#8220;. Was dem Taylorismus der Puritanismus, ist dem Post-Fordismus die harmonische Work-Life Balance.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_13 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L200xH198/yinang-13abe.gif' width='200' height='198' alt=&quot;Esoterik&quot; title=&quot;Esoterik&quot; style='height:198px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt; In manchen Str&#246;mungen dieser Lehre wird aus der &#8222;Work-Life Balance&#8220; gleich eine Dreiteilung abgeleitet: Pers&#246;nliches, Privates und Berufliches soll dort in heiliger Dreieinigkeit in Einklang gebracht werden. Die Trennung des Life-Bereichs in &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Pers&#246;nliches&#8220;&lt;/i&gt; und &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Privates&#8220;&lt;/i&gt; wirkt dabei zwar etwas willk&#252;rlich [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb1-2&quot; name=&quot;nh1-2&quot; id=&quot;nh1-2&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[2] Pers&#246;nliches w&#228;re in diesem Fall: dort wo ich nur f&#252;r mich bin (z.B.: in (...)' &gt;2&lt;/a&gt;], erf&#252;llt aber gleich einen dreifachen Zweck:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Die ebenfalls willk&#252;rliche Trennung Work / Life ger&#228;t so etwas aus dem Blickfeld,&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Probleme im Life-Bereich lassen sich dort ebenfalls als aus der Balance geratene Bereiche darstellen und&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; der (protestantische) Individualismus, der als ideologische Untermauerung des Kapitalismus dient, erh&#228;lt hier eine entsprechende Repr&#228;sentation.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ausgehend von der Vorstellung einer &#8222;Balance&#8220; lassen sich, meist mit mehr oder weniger Esoterik aufgep&#228;ppelt, die verschiedensten Elemente und Funktionen in ein &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;ausgewogenes&#8220;&lt;/i&gt; Verh&#228;ltnis setzen. Der generelle Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital wird verdeckt. Probleme erscheinen in dieser Logik als individuelle &#8222;Unausgeglichenheiten&#8220; der einzelnen Individuen, f&#252;r die diese selbst verantwortlich gemacht werden bzw. sich selbst verantwortlich machen sollen. Arbeitslos? Selber schuld. Schau, dass du deine &#8222;Work-Life Balance&#8220; wieder in Ordnung bringst...&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zeit- und Selbstmanagement&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Tipps und Tricks wie man/frau sich die Zeit einteilen kann, an wichtige Termine erinnert wird, etc.. sind durchwegs n&#252;tzlich. Problematisch wird das Selbstmanagement aber dort, wo dar&#252;ber ein ideologisches System konstruiert wird.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Handlungen sollen Zielen zugeordnet sein. Die Handlungen werden terminisiert, die Ziele setzt man/frau sich &#8222;ergebnisorientiert&#8220; und &#252;ber allen Zielen thront in der Zielsetzungspyramide noch eine &#8222;Vision&#8220;. Um jeden Verdacht der Ideologisierung zu beseitigen, wird betont, diese &#8222;Vision&#8220; k&#246;nne ja im Prinzip alles m&#246;gliche sein: Privates, Berufliches, ...&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ganz so ideologieneutral ist das Ganze nat&#252;rlich bei weitem nicht. Dazu m&#252;ssen wir wieder einen Blick auf die unausgesprochenen und unhinterfragten Pr&#228;missen dieses Modells werfen:&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ganz selbstverst&#228;ndlich wird auf das kapitalistische Leistungsdenken rekurriert. Wer aus 100 Euro binnen kurzer zeit 110 machen will und machen muss, der/die ist st&#228;ndig auf Expansionskurs. Was aber, und diese Gedanke passt so gar nicht zum neoliberalen Leistungsdenken, wenn meine Vision z.B: &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Zufriedenheit&lt;/i&gt; w&#228;re. W&#228;re diese Vision nicht gerade erst durch die Abwesenheit von &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Zielen&#8220;&lt;/i&gt; definiert? So schnell l&#228;sst sich der ideologische Kern diese Methodik blo&#223;stellen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Formel, nach der die &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Bed&#252;rfnisse der Menschen stets unendlich sind&lt;/i&gt;&#8220;, ist auch eine der unhinterfragten Basisannahmen der neoklassichen Volkswirtschaftslehre und damit eine Basis des neoliberalen Kapitalismus. Mit einem Megaaufwand an &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Marketing&lt;/i&gt;&#8220; werden uns immer neue Ziele &#8222;vorgeschlagen&#8220; denen wir dann, so wie die Esel hinter der Mohrr&#252;be an der Angel hinterhertraben [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb1-3&quot; name=&quot;nh1-3&quot; id=&quot;nh1-3&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[3] Siehe auch: Verachte die Marke, und Bastiat, Broken Windows, (...)' &gt;3&lt;/a&gt;].&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Womit wir zur zweiten unausgesprochenen Komponente hinter diesem Modell kommen: Das Modell mag unabh&#228;ngig von den zu Grunde liegenden Zielsetzungen und Visionen sein. Im entfremdeten Berufsleben werden diese aber im Allgemeinen vom K&#228;ufer unserer Arbeitskraft vorgegeben.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie eingangs erw&#228;hnt: Der neoliberale Kapitalismus will nicht blo&#223; unsere effizient gen&#252;tzte Arbeitszeit, sondern verlangt zunehmend auch unser innerstes Selbst:&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Kommunikationsdesign&lt;/i&gt;&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein bewusster und reflektierter Umgang mit Kommunikation und insbesondere der eigenen Kommunikation ist absolut w&#252;nschenswert. Seminare, in denen wir &#252;ber die Grundlagen dieser Kommunikation lernen sind in h&#246;chstem Ma&#223;e zu begr&#252;&#223;en. Aber gerade auf diesem Gebiet lauern viele ideologische Fallstricke.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Auch in diesem Bereiche gilt: Die Methode kann nicht als &#8222;neutral&#8220; und unabh&#228;ngig von den im kapitalistischen Berufsumfeld vorliegenden Bedingungen betrachtet werden. Die Grenze zwischen &#8222;bewusster Kommunikation&#8220; und Manipulation ist ziemlich flie&#223;end.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ist das L&#228;cheln der Bankangestellten aufgesetzt oder ehrlich? Der Tipp des Verk&#228;ufers doch mal jene Sorte zu probieren ernst gemeint oder aalglatte NLP-Rhetorik?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zusammen mit der Tendenz des modernen Kapitalismus unser ganzes Leben zunehmend zur Ware zu machen, wirken die Ideen von NLP und &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Kommunikationsdesign&#8220;&lt;/i&gt; extrem bedrohlich: Wo finden wir noch ehrliche menschliche Regungen und wie viel von der Kommunikation mit unseren Mitmenschen ist schon in der einen oder der anderen Form dem Ziel der Profitmaximierung untergeordnet?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Statt &#8222;Schalter geschlossen!&#8220; soll es hei&#223;en: &#8222;Bitte wenden sie sich an einen ge&#246;ffneten Schalter&#8220;. Ein harmloses Beispiel aber MitarbeiterInnen werden heutzutage ja nicht &#8222;Entlassen&#8220; sondern &#8222;Freigesetzt&#8220;, um nur eines von vielen Beispiele f&#252;r den euphemistischen New-Speak des Neoliberalismus zu zitieren. Warum nicht einfach: &#8222;Schalter doppelplus unge&#246;ffnet?&#8220; Orwell l&#228;sst gr&#252;&#223;en.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wer aber seine/ihre Kommunikation optimal kontrollieren will, darf nicht bei den &#196;u&#223;erlichkeiten stecken bleiben: Zu viele versteckte K&#246;rpersprachlichkeiten k&#246;nnen einen nur zu leicht verraten: Wer nicht selbst glaubt, dass 2 mal 2 gleich 5 ist der/die kann das auch nicht wirklich &#252;berzeugend kommunizieren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die oben zitierten Analysen von Marx aus den &#8222;Grundrissen&#8220; verblassen angesichts solcher Horrorvisionen. Aber gerade daraus speist sich auch Hoffnung auf Widerstand:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Das geradezu totalit&#228;re Vorhaben des Kapitals, sich der Menschen bis in ihre Denkf&#228;higkeit hinein zu bem&#228;chtigen, und der Widerstand, den letztere gegen diese Instrumentalisierung ihrer selbst leisten, sind eine neue, zugleich diffuse und radikale Form des Klassenkampfs. Sie entwickelt sich dort, wo Wissen erzeugt, geteilt, gelehrt, bewertet, privatisiert oder vorenthalten wird. Dort, wo das Kapital es dadurch beherrscht, dass es mit Wissen den Menschen zugleich auch Unwissen und ein Bewusstsein von Unzul&#228;nglichkeit vermittelt: in den Betrieben, im Bildungs- und Ausbildungswesen.&#8220;&lt;/i&gt; --- &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de/2001/28/01281101.php&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Andr&#233; Gorz: Vom totalit&#228;ren Vorhaben des Kapitals&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wird die Zeit kommen in der wir uns &#252;ber Wutausbr&#252;che oder Unh&#246;flichkeiten freuen k&#246;nnen, weil das dann wenigstens eine ehrliche menschliche Regung zeigt?&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Fazit&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Betriebliche Weiterbildung ist sinnvoll und notwendig. Ein reflektierter Umgang mit der eigenen Kommunikation ebenfalls. Was aber heute an Schulungen in diesem Bereich angeboten wird, dient ganz klar auch der neoliberalen Ideologievermittlung.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, November 2007&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh1-1&quot; name=&quot;nb1-1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 1-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;] Zitiert nach &lt;a href=&quot;http://www.junge-linke-sachsen.de/text.php4?textID=1674&amp;topnavi=0&amp;naviID=307&amp;ID=344&amp;PDSSESS=$PDSSESS&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Frigga Haug, August 2007 , &#8222;Was ist marxistischer Feminismus?&#8220; August 2007&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh1-2&quot; name=&quot;nb1-2&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 1-2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;] Pers&#246;nliches w&#228;re in diesem Fall: dort wo ich nur f&#252;r mich bin (z.B.: in der Badewanne) und Privates w&#228;re meine Freizeitbesch&#228;ftigungen mit Familie, Freunden und Bekannten, etc.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh1-3&quot; name=&quot;nb1-3&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 1-3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;] Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article23.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Verachte die Marke&lt;/a&gt;, und &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article4.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Bastiat, Broken Windows, Klimakatastrophen und Kriege&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>CSR - Corporate Social Responsibilty</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article25.html</link>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique10.html">Arbeitswelt</category>

		<dc:subject>CSR - Corporate Social Responsibilty</dc:subject>

		<description>Die katastrophalen Auswirkungen des Kapitalismus werden f&#252;r immer mehr Menschen sichtbar und der sich formierende Widerstand gegen die Diktatur der Konzerne bleibt nicht unbemerkt. Die Bilder von Seattle und Genua vor Augen wurde in den Chefetagen angefangen dar&#252;ber nachzudenken wie denn darauf reagiert werden soll. Eine gro&#223; angelegte PR Kampagne f&#252;r den Kapitalismus muss her. Das alte Schlagwort von der &#8222;&#214;kosozialen Marktwirtschaft&#8220; mit dem die neoliberalen Chefideologen Jahrzehntelang viele (...)

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton25.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;158&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die katastrophalen Auswirkungen des Kapitalismus werden f&#252;r immer mehr Menschen sichtbar und der sich formierende Widerstand gegen die Diktatur der Konzerne bleibt nicht unbemerkt. Die Bilder von Seattle und Genua vor Augen
wurde in den Chefetagen angefangen dar&#252;ber nachzudenken wie denn darauf reagiert werden soll. Eine gro&#223; angelegte PR Kampagne f&#252;r den Kapitalismus muss her. Das alte Schlagwort von der &#8222;&#214;kosozialen Marktwirtschaft&#8220; mit dem die neoliberalen Chefideologen Jahrzehntelang viele Menschen ein lullen konnten war schon einwenig angestaubt. Es wieder gro&#223; hervor zu kramen h&#228;tte die Sache wohl noch verschlimmert, denn den Menschen w&#228;re in einer Zeit in der &#246;klogische Katastrophen und eine die Zerschlagung der Reste des Sozialstaates auf der Tagesordnung stehen vielleicht klar geworden dass dieses Jahrzehntelange leere Gerede von der &#8222;&#214;kosozialen Marktwirtschaft&#8220; ihnen nichts gebracht hat und dass es sich dabei vielleicht um einen Widerspruch in Sich handeln k&#246;nnte.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein neues Schlagwort musste also her. &#8222;CSR - Corporate Social Responsibilty&#8220; hei&#223;t das neue Zauberwort mit dem der Kapitalismus sich gut Verkaufen m&#246;chte. Marketing ist ja immerhin etwas was dieser perfektioniert hat.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Aber CSR ist viel mehr als nur ein neuer Label f&#252;r die Bewerbung des Kapitalismus. Hinter dem neuen Zauberwort verbirgt sich auch ein neues Konzept um die neoliberale weiter Agenda voranzutreiben&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Einschub: CSR for Dummies: Wie funktioniert das Ganze?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Firmen wollen ein gutes Image. Besonders teure Nobelmarken verkaufen ja gerade dieses Image. Nicht nur &#8222;Bio&#8220; sollen die Prudkute sein sondern auch noch &#8222;Sozial&#8220;. Insbesondere Nobelmarken wollen nicht gerne an den Pranger gestellt werden weil sie ihre Produkte in Kinderarbeit in Asien fertigen lassen. Wir brauchen also eine Instanz, die dieses Wohlverhalten zertifizieren kann. Hier kommen die NGOs ins Spiel. Organisationen in denen Menschen ehrenamtlich f&#252;r eine bessere Welt engagiert sind haben einen guten Ruf aber wenig Geld. Konzerne haben das Geld aber keinen guten Ruf. Und im Marktwirtschaftlichen Spiel der Kr&#228;fte wird jetzt von den Unternehmen dieser gute Ruf von den NGOs gekauft. Die NGOs stellen den Unternehmen ein gutes Zeugnis aus und die Unternehmen finanzieren die Beurteilungst&#228;tigkeit der NGOs. So werden aus den f&#252;r die Unternehmen bedrohlich wirkenden zivilgesellschaftlichen Bewegeungen neue Bussinesspartner.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nat&#252;rlich gilt: Wer zahlt schafft an. Die Unternehmen selbst legen sich die Regeln auf die sie einhalten wollen und suchen sich aus von wem sie denn jetzt zertifiziert werden wollen. Wer zu kritisch ist bekommt halt n&#228;chstens keinen Pr&#252;fungsauftrag mehr - es gibt schlie&#223;lich genug NGOs die froh &#252;ber ein kleines Zubrot sind. Findet sich sonst niemand, dann wird eben eine Fake-NGO gegr&#252;ndet. Jedenfalls darf das CSR Label nicht mehr kosten als es auf der anderen Seite einbringt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_12 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L200xH284/csr2-1cc3a.jpg' width='200' height='284' alt=&quot;CSR - Corporate Social Responsibilty&quot; title=&quot;CSR - Corporate Social Responsibilty&quot; style='height:284px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt; So wir wohl in Zukunft auf dem einen Produkt ein &#8222;social responsible&#8220; Label klebt etwas teurer sein. Die, die sich ihre Moral dann noch leisten k&#246;nnen werden zu diesen Produkten greifen und der Rest kauft halt was er oder sie sich noch leisten kann. Die Moral wird so optimal vermarktet wie nur m&#246;glich.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Aber zur&#252;ck zur neoliberalen Agenda. &#8222;Mehr privat weniger Staat&#8220; der neoliberale Slogan der uns Jahrzehntelang vor geleiert wurde ist heute weitgehend verwirklicht. Selbst elementarste Daseinsvorsorge wird der Marktwirtschaft unterworfen. Der b&#252;rgerliche Staat is zwar ohnehin zum willf&#228;hrigen Vollstreckungsgehilfen der Konzerninteressen verkommen aber die neoliberale Ideologie will ihn g&#228;nzlich zerschlagen. So kommt dieser in der CSR Debatte erst gar nicht mehr vor. Der Prozess des politischen &#8222;Lobbying&#8220; um den eigenen Interessen entsprechende Gesetze zu bekommen ist der Wirtschaft zu m&#252;hsam geworden. &#8222;Die hinken den Tatsachen ja ohnehin nur hinterher&#8220; hei&#223;t es.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Warum sich die Spielregeln nicht gleich selber machen und sich die passenden Schiedsrichter einfach selber einkaufen? Das ist es worauf CSR hinausl&#228;uft: Die Diktatur der Konzerne zu perfektionieren und die &#220;berreste der Demokratie noch weiter aus zu h&#246;hlen. Wer sich auf den Diskurs einl&#228;sst hat die erste Premisse schon akzeptiert: Die Spielregeln werden k&#252;nftig von den Konzernen selbst gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Zentrum von CSR steht damit auch nur mehr das individuelle Verhalten der einzelnen Konzerne aber nicht mehr das System als ganzes. Individuelles wohl verhalten anhand individueller Verhaltenskodices anstatt Politik.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Kam das Gebrabbel von der &#8222;&#214;kosozialen Marktwirtschaft&#8220; noch aus den M&#252;ndern der PolitikerInnen so ist das CSR Ges&#252;lze schon die Dom&#228;ne der Konzernchefs und deren PR-BeraterInnen. Die Aufl&#246;sung der Politik ist bereits voll im Gange.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;F&#252;r gro&#223;e Konzerne ist CSR auch ein bequemes Mittel um die Verantwortung entlang der Zulieferkette abzuschieben. Es wird eine gut klingende CSR-Policiy ausgearbeitet, die den Zulieferern nat&#252;rlich auch allen brav mitgeteilt wird. Wenn dann irgend ein Sweatshop auffliegt der sich nicht an die hochglanz CSR Policy h&#228;lt dann kann der Konzern stolz auf die eigene Policy verweisen und die Verantwortung den Zulieferer anlasten. Gekauft wird dann halt bei anderen Zulieferern die auf Grund des Preisdrucks die Einhaltung von Policies versprechen m&#252;ssen die sie nicht Einhalten k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie sieht das auf Seiten von Gewerkschaften und NGOs aus die sich jetzt so freudig auf das CSR Thema st&#252;rzen?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Verlockung ist nat&#252;rlich gro&#223;: Endlich ernst genommen werden: Am Verhandlungstisch mit den Konzernbossen und etwas Kohle springt in der Zusammenarbeit auch heraus. F&#252;r Gewerkscharten ist es wohl so eine Art Neuauflage der Sozialpartnerschaft.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Frage die sich f&#252;r NGOs stellt die ernsthaft an einer grundlegenden Gesellschaftsver&#228;nderung interessiert sind stellt ist:&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Definitionsmacht&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Kann der Begriff umgedeutet werden? Ist es m&#246;glich den Diskurs zu enf&#252;hren und in eine Richtung zu treiben die von den Unternehmen nicht eingeplant war? Nur wenn dies m&#246;glich w&#228;re, w&#228;re eine Mitarbeit an CSR gerechtfertigt. Ich denke dass dies in diesem Falle nicht leicht m&#246;glich ist. Wie oben erw&#228;hnt: Wer sich auf den Diskurs einl&#228;sst hat die erste Premisse schon akzeptiert: Die Spielregeln werden k&#252;nftig von den Konzernen selbst gemacht.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mitspielen kann bei CSR auch nur wer ein gutes Image zu verkaufen hat. Aber in einer Welt in der die Medien sehr stark kommerziellen Interessen unterworfen sind ist das kein leichtes Spiel. Im Sinne von Zuckerbrot und Peitsche: Wer mitspielt bekommt lukrative Consulting Auftr&#228;ge und wer sich ziert der wird Medienm&#228;ssig fertig gemacht. Ein guter Ruf ist schneller zerst&#246;rt als Aufgebaut. Die Medienkampagne die Momentan gegen Greenpeace gefahren wird zeigt wie es laufen wird.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Einzig wirksame Gegenstrategie zu CSR kann es dann aber nur sein den Begriff selbst zu bek&#228;mpfen. Eine Kampagne die die Hintergr&#252;nde von CSR Aufzeigt und anprangert dass sich hier der Bock selbst zum G&#228;rtner machen will. Anprangern, dass die Aush&#246;hlung der Demokratie schon so weit fortgeschritten ist.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer (mond). Februar 2006.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;N&#252;tzliche Links:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Ewa Charkiewicz: &lt;a href=&quot;http://www.palgrave-journals.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/development/journal/v48/n1/full/1100102a.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Corporations, the UN and Neo-liberal Bio-politics&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Christian Aid: &lt;a href=&quot;http://www.christianaid.co.uk/indepth/0401csr/index.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Behind the mask. The real face of corporate social responsibility&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Center for Media &amp; Democracy: &lt;a href=&quot;http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Corporate_Social_Responsibility&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;CSR&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;
		
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