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	<title>qummunismus / kommunismus reloaded</title>
	<link>http://qummunismus.at/</link>
	<description>Radikale Kritik am kapitalistischen System ist heute notwendiger denn je. Traditionelle Kommunistische Parteien sind allerdings dazu kaum in der Lage. Sie sind mehr oder weniger noch immer in autorit&#228;ren, hierarchischen, planwirtschaftlichen Strukturen und Denken des gescheiterten Realsozialismus verhaftet. Ein Neubeginn ist notwendig: Qummunismus ist Kommunismus reloaded.</description>
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		<title>Europa hat gew&#228;hlt </title>
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		<dc:date>2009-06-10T14:44:29Z</dc:date>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Sozialdemokraten</dc:subject>
		<dc:subject>&#214;VP</dc:subject>
		<dc:subject>Die Gr&#252;nen</dc:subject>

		<description>Was als erstes angesichts der EU-Wahl auff&#228;llt: Die Ergebnisse werden in &#214;sterreich (und scheinbar nicht nur hier) vorwiegend national interpretiert. Was das ganze f&#252;r die Mehrheitsverh&#228;ltnisse in der EU bedeutet kommt nur unter &#8222;ferner liefen&#8220; vor. Das ist symptomatisch f&#252;r die kaum vorhandenen Berichterstattung der Medien &#252;ber die EU-Politik insgesamt. &lt;br /&gt;Laufend werden extrem wichtige Weichenstellungen in der EU getroffen. Anstatt die Bev&#246;lkerung von Anfang an (d.h. sobald eine Gesetzesinitative (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot56.html" rel="tag"&gt;&#214;VP&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot57.html" rel="tag"&gt;Die Gr&#252;nen&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton71.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;150&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Was als erstes angesichts der EU-Wahl auff&#228;llt: Die Ergebnisse werden in &#214;sterreich (und scheinbar nicht nur hier) vorwiegend national interpretiert. Was das ganze f&#252;r die Mehrheitsverh&#228;ltnisse in der EU bedeutet kommt nur unter &#8222;ferner liefen&#8220; vor. Das ist symptomatisch f&#252;r die kaum vorhandenen Berichterstattung der Medien &#252;ber die EU-Politik insgesamt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Laufend werden extrem wichtige Weichenstellungen in der EU getroffen. Anstatt die Bev&#246;lkerung von Anfang an (d.h. sobald eine Gesetzesinitative von der Kommsision zum Parlament kommt) detailiert dar&#252;ber zu informieren wer sie wann und wie wof&#252;r einsetzt bekommt man/frau von den meisten Themen wenig bis gar nichts in den Massenmedien zu h&#246;ren und zu sehen. (Eine l&#246;bliche Ausnahme hier stellt die ORF &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;futurezone&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nat&#252;rlich kann man/frau sich heute via Internet da und dort entsprechend Informieren. Aber das kostet auch etwas Zeit und die wenigsten haben diese.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dass also Wahlentscheidungen nicht unbedingt auf rationaler Basis getroffen werden sollte uns nicht verwundern. Wobei dies nat&#252;rlich auch im Interesse der herrschenden Klasse ist: So l&#228;sst es sich sehr bequem &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article52.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Politikw&#228;sche&lt;/a&gt; betreiben. Was f&#252;r die nationale Politik zu hei&#223; ist wird bequem via Br&#252;ssel abgewickelt. Falls von den Sauereien die da ablaufen dann irgend etwas bekannt wird kann der entsprechende Groll auf &#8222;die b&#246;se EU&#8220; abgeleitet werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir sehen also: Gerade die rechtsextremen und damit nationalistisch orientierten Parteien sind ein extrem wichtiges Element f&#252;r die Absicherung der neoliberalen Herrschaft. Sie spielen &#8222;Blitzableiter&#8220;. Anstatt die waren Ursachen f&#252;r die Probleme zu suchen bieten diese einfache S&#252;ndenb&#246;cke an ohne an den neoliberalen Dogmen selbst zu r&#252;tteln.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Auswirkungen der Krise&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Konservativen gehen EU-weit weitgehend unbeschadet aus der Krise hervor. Angesichts der Verluste der Sozialdemokraten sind sie sogar als einzige gro&#223;e verbleibende Kraft gest&#228;rkt. Wie ist das zu erkl&#228;ren? Eine m&#246;gliche Antwort: In der Krise suchen die Menschen Halt beim &#8222;starken Mann&#8220;. Das d&#252;rfte auch den Zulauf der rechtsextremen noch etwas in Grenzen gehalten haben. Abgestraft f&#252;r die Krise wurden daf&#252;r die Sozialdemokraten. Nicht zu unrecht denn die haben den neoliberalen Kapitalismus ebenso zu verantworten wie die Konservativen. Offenbar hatten die Sozialdemokraten aber die etwas schlaueren W&#228;hlerInnen: Die haben den Braten gerochen und sind von ihrer Partei jetzt entt&#228;uscht. Auf der anderen seite: Wer jemals dumm genug war zu meinen dass die Konservativen seine oder ihre Interessen vertritt der ist auch dumm genug das weiterhin zu glauben. (Die 1% Superreichen jetzt mal ausgenommen. Deren Interessen werden ja tats&#228;chlich von diesen so genannten &quot;Volksparteien&quot; vertreten).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;So wirklich viel schlauer sind die meisten ex-W&#228;hlerInnen der Sozialdemokraten allerdings auch nicht. Immerhin sind leider viele zu den rechtsextremen Parteien &#252;bergelaufen. Die Linke konnte davon leider nicht profitieren. Immerhin haben aber Gr&#252;ne und GUE (Linke) zusammen genau so viele Mandate wie zuvor und damit angesichts der geringeren Zahl der Gesamtmandate Europaweit um etwa 7% gewonnen. Zumindest das ist der erfreuliche Teil dieses Wahlergebnisses.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Zerbricht die Sozialdemokratie?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Gro&#223;teil der Sozialdemokratischen W&#228;hlerInnen ist den Wahlen offensichtlich fern geblieben. Um diese W&#228;hlerInnen wird wohl in den kommenden Jahren von verschiedenster seite gek&#228;mpft werden. M&#246;glich dass die Sozialdemokratische Partei versucht durch einen sozialeren und kapitalismuskritischeren Kurs diese W&#228;hlerInnen wieder zur&#252;ckzugewinnen. Auch m&#246;glich dass sie Angesichts des allgemeinen Rechtsrucks auch versuchen weiter nach rechts abzur&#252;cken um diese W&#228;hlerInnenschichten anzusprechen. Vergessen werden darf nicht dass diese Partei ebenso wie die Rechtsparteien zutiefst korrumpiert ist und es daher wohl Kr&#228;fte existieren die den neoliberalen Kurs weiterf&#252;hren wollen und die meinen es m&#252;sse nur etwas an der Rhetorik gefeilt werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Insgesamt k&#246;nnte die Sozialdemokratie an diesen Gegens&#228;tzen zerbrechen. In jedem Falle ist hier aber Raum f&#252;r eine neue Linke. Die Linksfraktion hat es aber insegeamt noch nicht geschafft dieses Potential anzusprechen. Kein wunder, ist auch die Performance der Linksfraktion nicht gerade gut. Trotz mehrmalige Anfragen und auch entsprechenden Hilfsangeboten hat es die Linksfraktion z.B. nicht geschafft sich in der wichtigen &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/mot66.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;ACTA&lt;/a&gt; Frage mehr zu engagieren. Die Gr&#252;nen (und insbesondere Eva Lichtenberger) haben hier dagegen Vorbildliches geleistet. Viele der Linksparteien sind leider noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen. Wie z.B. auch an der &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/mot22.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;KP&#214;&lt;/a&gt; zu sehen ist. Hier bedarf es entsprechender Initiativen um diese L&#252;cke zu f&#252;llen um den W&#228;hlerInnen und vor allem den Politischen AktivistInnen eine moderne Linkspartei anbieten zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Fr&#252;her oder Sp&#228;ter werden wohl auch die W&#228;hlerInnen der Konservativen aufwachen und bemerken dass sie der Neoliberale Kurs an den Rand des Abgrundes gebracht hat oder sogar noch dar&#252;ber Hinaus. Ob die Krise wirklich &#252;berstanden ist ist nicht gesichert. Ebenso m&#246;glich w&#228;ren noch viel tiefgreifendere Ersch&#252;tterungen. Und fr&#252;her oder sp&#228;ter machen sich wohl auch die &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;vom Kapitalismus sonst noch so verursachten Probleme&lt;/a&gt; bemerkbar. Nicht zuletzt steht die Klimakatastrophe vor der T&#252;r.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Hier bedarf es eines Angebotes an die b&#252;rgerlichen W&#228;hlerInnen. Linke Politik die mit b&#252;rgerlicher Rhetorik ein Angebot an die, von den Volksparteien losbrechenden W&#228;hlerInnen. Das w&#228;re eine Aufgabe f&#252;r die Gr&#252;nen. Trotz ihrer, z.T. sehr B&#252;rgerlichen Wurzeln machen sie im gro&#223;en und ganzen eine Durchaus erfreulich linke Politik.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Allerdings ist die breite des Gr&#252;nen Spektrums beschr&#228;nkt, das wurde am schlechten Abschneiden der Gr&#252;nen in &#214;sterreich sichtbar: Mit einer zu klar nach Links ausgerichteten Kandidatur haben sie dort ihre b&#252;rgerlichen W&#228;hlerInnen verschreckt. Im erzreaktion&#228;ren &#214;sterreich war das leider zu bef&#252;rchten. Hier w&#228;re es Hilfreich wenn neben den Gr&#252;nen eine weitere Politische Kraft vorhanden w&#228;re die sich dezidiert Links positionieren kann ohne auf die B&#252;rgerliche W&#228;hlerInnen R&#252;cksicht nehmen zu m&#252;ssen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Leider ist eine solche Kraft in &#214;sterreich nicht vorhanden und so m&#252;ssen den Gr&#252;nen dankbar sein, dass sie trotz der Gefahr damit Stimmen zu verlieren, versuchen Linke Inhalte zu transportieren. Nur so ist Ver&#228;nderung, w&#252;rden wir uns immer daran orientieren was die kleinformatigen rechten Hetzbl&#228;tter in &#214;sterreich an Politik vorgeben k&#246;nnte man/frau ja gleich Dichand zum Kaiser kr&#246;nen. Letztlich ist genau dies die Herausforderung an die Linke:&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die Herausforderungen an die Linke&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Linke Alternativen zur kapitalistischen Wirtschaftsordnung m&#252;ssen glaubhaft vermittelt werden. Neoliberale Denkmuster enttarnt werden. Die Verk&#252;rzte Kapitalismuskritik der Rechten und deren Propaganda muss blo&#223;gestellt werden. Nur so ist Ver&#228;nderung m&#246;glich: Wir brauchen einen Paradigmenwechsel. Das ist keine leichte Aufgabe aber auch keine so schwere. Immerhin sind die L&#252;gen der Rechten ja meist recht Absurd.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Gerade in Zeiten der Krise m&#252;sste die Linke vor allem auch Geborgenheit vermitteln. Das ist einerseits nicht leicht wenn man/frau gerade die Gesellschaft von Grunde auf umkrempeln will. Hier k&#246;nnte nur eine R&#252;ckbesinnung auf eine &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article39.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;radikalen Humanismus&lt;/a&gt; helfen:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel f&#252;r den Menschen ist aber der Mensch selbst. [..] Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, da&#223; der Mensch das h&#246;chste Wesen f&#252;r den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verh&#228;ltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver&#228;chtliches Wesen ist.&#8220;&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&#8212; Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, &lt;a href=&quot;http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;MEW 1:380&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;D.h.: der Mensch uns seine Probleme m&#252;sste deutlicher erkennbar im Mittelpunkt Linker Politik stehen.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Pirat entert das EU-Parlament&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Erfreulich ist der Einzug der Schwedischen Piratenpartei ins EU-Parlament. Allerdings: der Pirat will sich entweder der Gr&#252;nen oder der Liberalen Fraktion anschlie&#223;en wenn diese im Gegenzug bei den IT Themen auf Seiten der Piraten stimmt. F&#252;r die Gr&#252;nen sollte das kein Problem sein weil sie hier ohnehin fast immer auf der richtigen Seite waren. Bei den Liberalen ist das allerdings nicht so. Die Linksfraktion w&#228;re da eine bessere Wahl. Dort hat man/frau so wie bei den Gr&#252;nen fast immer vern&#252;nftig abgestimmt. Interessant ist es dann warum die Piraten hier dennoch die Liberalen ins Auge fassen. Auch zeigt sich hier das zentrale Problem einer Single-Issue Partei. Kann es den Anh&#228;ngerInnen der Piratenpartei wirklich v&#246;llig egal sein ob ihr Vertreter bei den meisten Abstimmungen einen Gr&#252;nenn-Linken oder einen Neoliberalen Kurs f&#228;hrt?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Besser w&#228;re es hier f&#252;r die Piraten die Fragestellungen rund um IT, so genannte &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article26.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Geistige Eigentumsrechte&lt;/a&gt;, &#220;berwachung etc... zu nutzen um die Probleme unserer Gesellschaft zu hinterfragen. Dann w&#228;re es wohl keine Frage mehr wie die Piraten sich zu anderen Themen in der Gesellschaft zu positionieren h&#228;tten. Neoliberal k&#228;me dann jedenfalls nicht mehr in Frage.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;F&#252;r die Linksparteien zeigt sollte der Erfolg der schwedischen Piraten jedoch ebenfalls eine Lehre sein: Mit etwas Pfiff und Witz ist es durchaus leicht Proteststimmen einzufangen ohne in die Populismusfalle tappen zu m&#252;ssen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Meint Euer,&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Juni 2009&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://commons.wikimedia.org/wiki/File:European-parliament-brussels-inside.JPG&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Article Logo: GFDL from wikimedia commons&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Wie funktioniert die EU?</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article48.html</link>
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		<dc:date>2008-07-04T19:16:43Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Nationalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Undemokratische Strukturen</dc:subject>
		<dc:subject>Intransparente Strukturen</dc:subject>
		<dc:subject>Postdemokratie</dc:subject>

		<description>Mit dem der als &#8222;Reformvertrag&#8220; neu aufgelegten EU-Verfassung ist die Europ&#228;ische Union wieder zum Gegenstand von intensiven Diskussionen geworden. Vielen fehlt dazu aber das notwendige Basiswissen. In diesem Artikel will ich in einfachen, verst&#228;ndlichen Worten das Funktionieren der EU erkl&#228;ren. Vieles hier mag sehr kritisch klingen gerade weil ich der gegen&#252;ber der Idee einer Europ&#228;ischen Integration Grunds&#228;tzlich sehr positiv eingestellt bin. (Siehe dazu auch: Internationalismus bei Marx - (...)

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html" rel="directory"&gt;Europa&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot9.html" rel="tag"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot26.html" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot34.html" rel="tag"&gt;Undemokratische Strukturen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot35.html" rel="tag"&gt;Intransparente Strukturen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot49.html" rel="tag"&gt;Postdemokratie&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton48.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;136&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Mit dem der als &#8222;Reformvertrag&#8220; neu aufgelegten EU-Verfassung ist die Europ&#228;ische Union wieder zum Gegenstand von intensiven Diskussionen geworden. Vielen fehlt dazu aber das notwendige Basiswissen. In diesem Artikel will ich in einfachen, verst&#228;ndlichen Worten das Funktionieren der EU erkl&#228;ren. Vieles hier mag sehr kritisch klingen gerade weil ich der gegen&#252;ber der Idee einer Europ&#228;ischen Integration Grunds&#228;tzlich sehr positiv eingestellt bin. (Siehe dazu auch:
&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article15.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Internationalismus bei Marx - aktueller denn je&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article16.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Ministerrat abschaffen - Europaparlament aufwerten&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die EU ist heute einerseits mehr als ein loser Staatenbund aber dennoch kein gro&#223;er Superstaat sondern liegt hier irgendwo in der Mitte. Die Machtstrukturen der EU zu verstehen ist nicht m&#246;glich ohne die herrschenden gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse: den heute herrschenden neoliberalen Kapitalismus der weltweit zu Kriegen, Hungersn&#246;ten Umweltzerst&#246;rung f&#252;hrt und einer systematische Aush&#246;hlung der Demokratie bewirkt [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb1-1&quot; name=&quot;nh1-1&quot; id=&quot;nh1-1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[1] Siehe dazu auch: Die sieben Probleme mit dem Kapitalismus' &gt;1&lt;/a&gt;].&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die gesellschaftlichen Grundlagen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die meisten in den EU-L&#228;ndern (und damit auch in der der EU) herrschenden Kr&#228;fte sind in der einen oder anderen Form vom kapitalistischen System korrumpiert [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb1-2&quot; name=&quot;nh1-2&quot; id=&quot;nh1-2&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[2] Siehe: &#220;ber legale und illegale Korruption' &gt;2&lt;/a&gt;]. Was nicht hei&#223;t , dass alle b&#246;se Menschen sind: viele werden die M&#228;rchen der vorherrschenden neoliberalen Ideologie durchaus glauben. Die M&#228;rchen von den Sachzw&#228;ngen und den fehlenden Alternativen und harten und unpopul&#228;ren Ma&#223;nahmen die deswegen gesetzt werden m&#252;ssen. Diese PolitikerInnen finden sich vor allem Sozialdemokraten (SP&#214;, SPD, .. = PSE) und den Volksparteien (&#214;VP, CDU/CSU, ... = EPP). Gemeinsam haben diese Parteien die Mehrheit in den meisten EU-L&#228;ndern und in den meisten EU-Gremien. Diese Parteien sind also verantwortlich daf&#252;r wie sich Europa heute entwickelt und wie es bis jetzt gestaltet wurde. Wesentlich mitverantwortlich f&#252;r den schlechten Zustand in dem sich die EU befindet sind auch die rechtsextrmen Kr&#228;fte, die hier eine besondere Rolle spielen. Aber mehr dazu sp&#228;ter.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wobei das mit der &#8222;Verantwortung&#8220; so eine Sache ist. Jede dieser Parteien wird nat&#252;rlich behaupten ein viel besseres Europa haben zu wollen, aber im Sinne der gemeinsamen Sache halt &#8222;Kompromisse&#8220; eingegangen werden mussten weil man/frau sich mit den eigenen Vorstellungen nicht so ganz durchsetzen konnte. Im Grunde will niemand verantwortlich Sein. Nach diesem Prinzip ist auch die EU selbst aufgebaut: Ein m&#246;glichst komplexes, intransparentes System das es erlaubt viele eckelhafte Gesetze durchzubringen und am Ende ist keiner schuld. Und das Ganze m&#246;glichst mit demokratischem Anstrich.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wobei mit einigen wenigen Ma&#223;nahmen die Transparenz und damit die Demokratie deutlich verbessert werden k&#246;nnten. Allerdings: Solange das Kapitalistische System und seine StellvertreterInnen aus den neoliberalen Parteien herrschen wird es dazu nicht kommen. Wenn sie leicht und ohne gesichtsverlust k&#246;nnten, dann w&#252;rden diese Parteien nat&#252;rlich auch in ihren jeweiligen Nationalstaaten die Demokratie aush&#246;hlen. Aber das ist eben nicht so leicht. Wohingegen Br&#252;ssel noch eine Baustelle ist, an der solche Ver&#228;nderungen leichter machbar sind. Besonders Italien, das seit Berlusconi wieder von der Mafia regiert wird, zeit jedoch, dass es durchaus auch in den Nationalstaaten geht die Demokratie effizient auszuh&#246;hlen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Um die EU zu verstehen ist es jedenfall wichtig zu erkennen, dass die EU &lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;nicht&lt;/strong&gt; die &#8222;Ursache allen &#220;bels&#8220; ist sondern nur ein Symptom der Gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse. Sie ist Ausdruck der Herrschaft des Kapitals, sie ist Ausdruck der b&#252;rgerlichen, neoliberalen, kapitalistischen Gesellschaft. Sie zu &#8222;bek&#228;mpfen&#8220; w&#228;re daher sinnlos oder sogar, wie im folgenden gezeigt werden soll, sogar kontraproduktiv.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ein Gutes hat die EU bei all ihren Demokratiedefiziten und bei all ihrer Ausrichtung an neoliberaler Ideologie auf jeden Fall: Sie erfordert von jenen die f&#252;r eine bessere Welt k&#228;mpfen, die also gegen Hunger, Krieg, Armut, Ausbeutung, Zerst&#246;rung der Natur, etc. k&#228;mpfen, sich zumindest auf Europ&#228;ischer Ebene zu Organisieren. Und da diese globalen Probleme ohnehin nicht in kleinem, nationalen Rahmen l&#246;sbar sind hilft sie einen absolut notwendigen Schritt zur L&#246;sung zu setzen: eben sich international zu Vernetzen. Im Kampf gegen Software Patente ist dies bereits gut gegl&#252;ckt, andere Bereiche hinken noch hinterher. Besch&#228;mend ist, dass die Gewerkschaften noch nicht geschafft haben sie auf europ&#228;ischer Ebene wirklich zu organisieren. Unerl&#228;sslich f&#252;r das Verst&#228;ndnis der EU ist daher auch der Begriff &#8222;&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article49.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Standortwettbewerb&lt;/a&gt;&#8220;.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die EU mit all ihr Problemen ist also wichtig im Kampf gegen den neoliberalen Kapitalismus. Gerade auch weil ihre Verfasstheit auch Ausdruck dieser Ideologie ist.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Die EU-Institutionen&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die gegenw&#228;rtige EU besteht aus 3 wichtigen Organen: EU-Kommission, EU-Ministerrat und EU-Parlament.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Das Parlament&lt;/strong&gt; entspricht dabei noch am ehesten dem was wir aus der nationalstaatlichen b&#252;rgerlichen Demokratie kennen. Abgeordnete werden alle 5 Jahre direkt in den Mitgliedsl&#228;ndern gew&#228;hlt. F&#252;r viele wichtige Fragen ist die Entscheidung oder auch nur Mitentscheidung des EU-Parlament aber gar nicht vorgesehen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Der Ministerrat&lt;/strong&gt; setzt sich aus den Regierungsmitgliedern der einzelnen nationalen Parlamente zusammen. In einem komplizierten Verfahren mit einem bis zu 3 mal-igen hin und her entscheidet der Ministerrat gemeinsam mit dem Parlament &#252;ber die Gesetzesentw&#252;rfe (Direktiven).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Die Kommission&lt;/strong&gt; ist das m&#228;chtigste Gremium der EU. Sie entspricht in etwa den Regierungen auf nationalstaatlicher Ebene. Sie hat als einziges die M&#246;glichkeit Entw&#252;rfe f&#252;r Direktiven einzubringen. Gleichzeitig ist es auch das undemokratischte Gremium: Die Bestellung der KommisarInnen durch die Regierungen der Mitgliedsl&#228;nder ist extrem intransparent. W&#228;hrend die Regierungen der Mitgliedsl&#228;nder eventuell schon l&#228;ngst gewechselt haben bleiben die von ihnen nominierten KommisarInnen weiter im Amt. Die EU-Kommission ist daher vor allem f&#252;r die groben Sachen zust&#228;ndig wo massiv gegen unsere Interessen entschieden werden &#8222;muss&#8220;. Wer jetzt f&#252;r die Schweinereien wirklich verantwortlich ist ist den W&#228;hlerInnen praktisch nicht mehr erkennbar und selbst wenn nicht mehr beeinflussbar. Haben sich die KommisarInnen gen&#252;gend unbeliebt gemacht werden sie eben gegen neue Gesichter ausgetauscht.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Aushebelung der Demokratie&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Damit ergeben sich viele M&#246;glichkeiten den Entscheidungsprozess in der EU so zu gestalten, dass die W&#228;hlerInnen nicht mehr wissen wer f&#252;r die gegen sie gerichtet Politik verantwortlich ist. &#220;blich ist es den Unmut m&#246;glichst geschickt national zu verteilen: Wenn z.B. in Land A eine starke Umweltbwegung und in Land B eine starke Friedensbewegung existiert werden die Abgeordneten, die KommisarInnen und die Minister von Land A eher f&#252;r die Militarisierung und als &quot;&#8222;Gegengesch&#228;ft&#8220; die VertreterInnen von Land B f&#252;r die Umweltzerst&#246;rung stimmen. etc. etc..&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Generell ist die Berichterstattung der Medien &#252;ber die Themen die gerade in der EU entschiedn werden sehr schlecht. Die Themen werden meist erst aufgegriffen wenn es um die nationalstaatliche Umsetzung der Direktiven geht. Dort k&#246;nnen dann alle Parteien so tun als w&#228;re ihnen das zwar unangenehme Vorgabe aus dem &#8222;fernen Br&#252;ssel&#8220;. Dass es die selben Parteien waren die genau diese Vorgaben wenige Monate zuvor in Br&#252;ssel und Strasbourg beschlossen haben wird meist m&#246;glichst verschwiegen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die EU in ihrer jetztigen Verfasstheit ist also vor allem ein Mittel zur Aushebelung der (ohnehin extrem unterentwickelten) Demokratie. Sie ist aber nicht die Ursache dieser Aushebelung. Der neue Reformvertrag hat keine bis kaum Verbesserungen in dieser Hinsicht zu bieten. Wer oder was h&#228;tte die Herrschenden aufgehalten wenn sie im Verfassungsentwurf eine massive Aufwertung des EU-Parlaments vorgesehen h&#228;tten? Es ist also offensichtlich, dass die Demokratisierung der EU von SP+VP nicht gewollt wird. Ist eben nicht im Profitinteresse des Kapitals.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Rechtsextremismus&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wie reagieren die Menschen darauf? Viele durchschauen dieses Spiel aber leider nicht wirklich. Das wird von PopulistInnen und rechtsextremen Demagogen gen&#252;tzt: Die behaupten: Was von Br&#252;ssel kommt ist alles schlecht und nur der Nationalstaat ist der Garant f&#252;r alles Gute. Nationalistische, rassistische, rechtsextrme Kr&#228;fte bekommen damit Zulauf und fordern die &#8222;nationae Souver&#228;nit&#228;t&#8220;. Damit werden aber die weniger demokratischen Institutionen in der EU (Ministerrat und Kommission) gerade noch gest&#228;rkt und die Demokratiedefizite werden Verschlimmert.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die extreme Rechte speist sich als einerseits aus den Problemen der EU und ist gleichzeitig auch der Garant f&#252;r die dortigen Demokratiedefizite.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Juli 2008&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh1-1&quot; name=&quot;nb1-1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 1-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;] Siehe dazu auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article27.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Die sieben Probleme mit dem Kapitalismus&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh1-2&quot; name=&quot;nb1-2&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 1-2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;] Siehe: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article42.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;&#220;ber legale und illegale Korruption&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Der ACTA-Skandal - Die EU-Kommission will &#252;ber Geheimverhandlungen Europ&#228;isches Recht aushebeln</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article46.html</link>
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		<dc:date>2008-06-19T21:00:00Z</dc:date>
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<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Geistige Eigentumsrechte</dc:subject>
		<dc:subject>Software Patente</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Standortwettbewerb</dc:subject>
		<dc:subject>Policy Laundering</dc:subject>
		<dc:subject>ACTA</dc:subject>

		<description>Die EU gewinnt ja momentan nicht unbedingt Beliebtheitskonteste. Daher versuchen dei einen sich &#252;ber die Anbiederung an den Rechtsextemismus bei den leider zumeist rechten EU-KritikerInnen beliebt zu machen. Die EU-Kommission scheint das alles nicht zu k&#252;mmern sie macht mit den unglaublichsten Schweinerein munter weiter als w&#228;re nichts passiert. &lt;br /&gt;In Geheimverhandlungen mit den USA und anderen gro&#223;en Industriestaaten werden Vertr&#228;ge wie der ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) ausgehandelt. (...)


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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton46.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;53&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die EU gewinnt ja momentan nicht unbedingt Beliebtheitskonteste. Daher versuchen dei einen sich &#252;ber die &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article45.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Anbiederung an den Rechtsextemismus&lt;/a&gt; bei den leider zumeist rechten EU-KritikerInnen beliebt zu machen. Die EU-Kommission scheint das alles nicht zu k&#252;mmern sie macht mit den unglaublichsten Schweinerein munter weiter als w&#228;re nichts passiert.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In Geheimverhandlungen mit den USA und anderen gro&#223;en Industriestaaten werden Vertr&#228;ge wie der &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement)&lt;/a&gt; ausgehandelt. &#220;ber diese Vertr&#228;ge sollen in Europa Rechtsnormen eingef&#252;hrt werden die entweder nicht im EU-Parlament verhandelt wurden oder diesen sogar explizit widersprechen. &#220;ber Umwege w&#252;rden damit eventuell auch Software Patente (in den USA und Japan g&#252;ltig) auch in Europa wirksam werden. Prinzipiell lassen sich &#252;ber ein solches Vorgehen ziemlich alle (ohnehin meist nicht all zu hohen) EU-Standards weiter aushebeln. Von manchen Seiten wird auch gemutma&#223;t, dass die neoliberale Bush &#196;ra noch schnell ausgen&#252;tzt werden soll Um diese Schweinerein durchziehen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Besonders Skandal&#246;s ist, dass diese Verhandlungen offenbar &#252;ber weite Strecken geheim gef&#252;hrt wurden. Erst &#252;ber ein via &lt;a href=&quot;http://www.wikileaks.org/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Wikileaks&lt;/a&gt; durchgesickertes &lt;a href=&quot;https://secure.wikileaks.org/wiki/Proposed_US_ACTA_multi-lateral_intellectual_property_trade_agreement&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Geheimdokument&lt;/a&gt; erfuhr die &#214;ffentlichkeit von den geplanten Schweinerein.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In einer &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Flucht nach vorne&lt;/i&gt;&#8220; setzte die EC f&#252;r den 23. Juni ein &#246;ffentliches &#8222;Stakeholdermeeting&#8220; an. Etwa 4 NGO VertreterInnen stehen dort etwa 90 VertreterInnen von Industrien und Konzernen gegen&#252;ber. Die Gewerkschaften und die Linke haben das ganze bis jetzt offensichtlich weitgehend verschlafen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dennoch was gilt es (m&#246;glichst mit breitem &#214;ffentlichen Druck) zu fordern:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Im Sinne der Demokratie: keine Geheimverhandlungen der EU-Kommission mehr. Verhandlungen &#252;ber Internationale Vertr&#228;ge m&#252;ssen f&#252;r alle &#246;ffentlich Einsichtig sein. Es muss einsehbar sein wer welche Forderungen stellt und wer sich daf&#252;r und wer sich dagegen ausspricht.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Im Sinne der globalen Gerechtigkeit: Entwicklungsl&#228;nder d&#252;rfen aus diesen Verhandlungen nicht ausgeschlossen werden. immer noch sterben jedes Jahr 10 Millionen Menschen an den Folgen von Unterern&#228;hrung. &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Die EU-Kommission muss sich bei ihren Verhandlungen an die Vorgaben des Parlaments halten und sich im Zweifelsfalle f&#252;r Verhandlungspostitionen ein Mandat ausstellen lassen. Es kann nicht sein, dass &#252;ber diesen Mechanismus jegliche Demokratie ausgehebelt wird!&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Konkreten zu den ACTA Verhandlungen: Diese sollten entlang folgender Prinzipien gef&#252;hrt werden:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Im Sinne einer Harmonisierung: Patente und andere so genannte &#8222;Geistige Eigentumsrechte&#8220; die in einem der teilnehmenden L&#228;nder keine G&#252;ltigkeit haben d&#252;rfen nirgends mehr G&#252;ltigkeit haben. Umgekehrt muss gelten:&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; Gesch&#252;tzte Fair-Use Freiheiten, Pressefreiheiten, etc.. die ein einem der teilnehmenden L&#228;nder gew&#228;hrleiste werden m&#252;ssen in allen L&#228;ndern G&#252;ltigkeit erlangen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Auch wenn solche Forderungen von neoliberalen Parteien wie SP und VP nicht umgesetzt werden. Gerade jetzt nach dem Nein der Iren besteht die Chance mit Sinnvollen Vorderungen den neoliberalen Wahnsinn zumindest etwas zu bremsen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, Juni 2008&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;strong class=&quot;spip&quot;&gt;Update:&lt;/strong&gt; Inzwischen wurde bekannt, dass auch der EU-Ministerrat in einer Geheimsitzung beteiligt war. Vermutlich am 14 April im Fisherei(!!)-Council. Von NGOs wird inzwischen wird der Begriff &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/mot62.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Policy Laundering&lt;/a&gt; f&#252;r diese Vorgangsweise zur Ausschaltung Demokratischer Kontrolle benutzt.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Links:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://tech.slashdot.org/article.pl?sid=08/06/06/211236&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Slashdot&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://ipjustice.org/wp/campaigns/acta/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;ACT Against ACTA&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/28/28052/1.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Heise: Wandel bevor Obama kommt?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/it/stories/283059/&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Futurezone: ACTA&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article49.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Standortwettbewerb&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>



	<item>
		<title>Volksparteien gemeinsam mit Rechtsextremen gegen MigrantInnenrechte</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article45.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://qummunismus.at/p/article45.html</guid>
		<dc:date>2008-06-19T16:57:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Nationalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Rassismus</dc:subject>
		<dc:subject>&#214;VP</dc:subject>
		<dc:subject>Rechtsabbieger</dc:subject>

		<description>Am 18. Juni 2008 wurde unter dem Titel &#8222;Common standards and procedures in Member States for returning illegally staying third-country nationals&#8220; in erster Lesung im EU-Parlament eine eklatante Verschlechterung der MigrantInnenrechte beschlossen. &lt;br /&gt;Menschen die nichts verbrochen haben d&#252;rfen nun 6 bis 18 Monate lang eingesperrt werden, nur weil sie zuf&#228;llig nicht in der EU geboren wurden. Neben den Rechtsextrmen wie Le Pen oder der schon &#246;fters wegen NS-Widerbet&#228;tigung angezeigte Andreas M&#246;lzer (...)


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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot26.html" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot45.html" rel="tag"&gt;Rassismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot56.html" rel="tag"&gt;&#214;VP&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot61.html" rel="tag"&gt;Rechtsabbieger&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton45.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;134&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Am 18. Juni 2008 wurde unter dem Titel &#8222;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;Common standards and procedures in Member States for returning illegally staying third-country nationals&lt;/i&gt;&#8220; in erster Lesung im EU-Parlament eine eklatante Verschlechterung der MigrantInnenrechte beschlossen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Menschen die nichts verbrochen haben d&#252;rfen nun 6 bis 18 Monate lang eingesperrt werden, nur weil sie zuf&#228;llig nicht in der EU geboren wurden. Neben den Rechtsextrmen wie Le Pen oder der schon &#246;fters wegen NS-Widerbet&#228;tigung angezeigte Andreas M&#246;lzer [&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nb3-1&quot; name=&quot;nh3-1&quot; id=&quot;nh3-1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title='[1] Aufgrund einer Anzeige des D&#214;W wird der Autor eines Artikels der in der, (...)' &gt;1&lt;/a&gt;] sind es vor allem die europ&#228;ischen Volksparteien die diesen Angriff auf die Menschenrechte betrieben.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Bei der Abstimmung am 18. Juni stimmten Karas, so wie die meisten anderen EU-Abgeordneten der Volksparteien auch, in fast allen Punkten mit Le Pen und M&#246;lzer &#252;berein. Von den 16 abgestimmten Amendments stimmte Karas nur in 2 Punkten nicht mit Le Pen &#252;berein.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ok, was erwartet man/frau von einer Partei die Gedenkmessen f&#252;r den Austrofaschismus lesen l&#228;&#223;t? Andererseits ist es die selbe Partei die sich angeblich &#8222;Christliche Wurzeln&#8220; beruft. Aja so sieht das also aus. Gemeinsam mit Xenophoben Hetzern unschulidge Menschen Einsperren und diese dann Deportieren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Einfach nur zum Kotzen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Siehe auch:&lt;/p&gt; &lt;ul class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/018-31734-168-06-25-902-20080616STO31733-2008-16-06-2008/default_en.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Return of illegal immigrants debated as MEPs weigh up &quot;return directive&quot;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/018-31787-168-06-25-902-20080616IPR31785-16-06-2008-2008-true/default_en.htm&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Parliament adopts directive on return of illegal immigrants&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class=&quot;spip&quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+PV+20080618+RES-RCV+DOC+PDF+V0//EN&amp;language=EN&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Roll-Call Ergebnisse der Abstimmungen am 18. Juni&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;p class=&quot;spip_note&quot;&gt;[&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/#nh3-1&quot; name=&quot;nb3-1&quot; class=&quot;spip_note&quot; title=&quot;Notizen 3-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;] Aufgrund einer Anzeige des D&#214;W wird der Autor eines Artikels der in der, von M&#246;lzer herausgegebenen Zeitschrfit &quot;zur Zeit&quot; erschienen ist, 2001 wegen NS-Wiederbet&#228;tigung verurteilt. M&#246;lzer selbst wird nicht verurteilt.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;a href=&quot;http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Khiam_detention_camp_stripped_cloth.jpg&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Stacheldratphoto: GFDL von Wikicommons&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
		</content:encoded>


		

	</item>



	<item>
		<title>Fehlende linke Kritik am EU-Reformvertrag</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article40.html</link>
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		<dc:date>2008-04-09T06:15:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Nationalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Undemokratische Strukturen</dc:subject>
		<dc:subject>Intransparente Strukturen</dc:subject>

		<description>Kritik am EU-Reformvertrag kommt vor allem von recht bis rechtsau&#223;en. NationalistInnen und RassistInnen beklagen die Aufgabe der &quot;&#214;sterreichischen Souver&#228;nit&#228;t&quot;, wettern gegen die &#8222;EU-B&#252;rokratie&#8220;, f&#252;rchten sich vor &#8222;Durchmischung&#8220;, etc. Getragen wird das neben FP&#214; und BZ&#214; vor allem von der Kronenzeitung. Die angeblich Linke Kritik einiger Gruppen ist bei genauerem Hinsehen ebenfalls sehr oft nationalistisch unterlegt. Zumindest gibt es keine explizite Abgrenzung von Gruppen die &#8222;gegen die Entm&#252;ndigung (...)

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html" rel="directory"&gt;Europa&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot9.html" rel="tag"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot26.html" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot34.html" rel="tag"&gt;Undemokratische Strukturen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot35.html" rel="tag"&gt;Intransparente Strukturen&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton40.jpg&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;133&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Kritik am EU-Reformvertrag kommt vor allem von recht bis rechtsau&#223;en.
NationalistInnen und RassistInnen beklagen die Aufgabe der &quot;&#214;sterreichischen
Souver&#228;nit&#228;t&quot;, wettern gegen die &#8222;EU-B&#252;rokratie&#8220;, f&#252;rchten sich vor
&#8222;Durchmischung&#8220;, etc. Getragen wird das neben FP&#214; und BZ&#214; vor allem von der
Kronenzeitung. Die angeblich Linke Kritik einiger Gruppen ist bei genauerem
Hinsehen ebenfalls sehr oft nationalistisch unterlegt. Zumindest gibt es
keine explizite Abgrenzung von Gruppen die &#8222;gegen die Entm&#252;ndigung der
Nationen&#8220; wettern. Im Sinne einer &#8222;maximalen Breite&#8220; des B&#252;ndnisses wird
hier nicht zu genau geschaut wer da mit dabei ist und in vielen der
angeblich &#8222;linken&#8220; Organisationen findet die Austrittsforderung durchaus
Anklang. Am ehesten versucht noch ATTAC sich von rechts abzugrenzen aber im
Sinne der &#8222;Breite&#8220; werden auch hier Konzessionen gemacht. Die &lt;a href=&quot;http://www.attac.at/10Prinzipien&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;10 Punkte Forderung&lt;/a&gt; an den Reformvertrag ist zumindest ein guter Anfang.&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article15.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Internationalismus&lt;/a&gt; m&#252;sst Basis f&#252;r eine linke Kritik an diesem EU-Vertrag
sein. &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;F&#252;r die Arbeiter ist nat&#252;rlich alles g&#252;nstig, was die Bourgeoisie
zentralisiert&#8220;&lt;/i&gt; hei&#223;t es bei Marx. Das gilt heute mehr als jemals zuvor.
Globale Probleme k&#246;nnen nur global gel&#246;st werden. Kleine, konkurierende
Nationalstaaten sind angesichts des Weltmarktes einem Standortwettbewerb
ausgesetzt der sie zwingt sozial- und Umweltstandards st&#228;ndig zu
unterlaufen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Kern einer linken Kritik am EU-Vertrag w&#228;re es also den Mangel an Integration
zu beklagen. Warum werden z.B. keine EU weiten Steuern eingef&#252;hrt um den
Standortwettbewerb zu unterbinden? Wer auf diesem Gebiet mehr &#8222;Souver&#228;nit&#228;t&#8220;
fordert bef&#246;rdert den neoliberalen Wettbewerb noch anstatt ihn zu verhindern.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wichtigster Kritikpunkt an der aktuellen Verfasstheit der EU ist das enorme
&lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article16.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Demokratiedefizit&lt;/a&gt;. Worin besteht dies? Mangelnde Transparenz: Der
Entscheidungsfindungsprozess im Dickicht von Kommission, Ministerrat und
EU-Parlament und den nationalen Regierungen ist f&#252;r niemanden Wirklich
nachvollziehbar. Wenn aber nicht klar ist, wer (welche Partei) die
Verantwortung f&#252;r die verschiedensten Grauslichkeiten tr&#228;gt, die in Br&#252;ssel
und Strassbourg beschlossen werden, dann k&#246;nnen die W&#228;hlerInnen in den
Wahlen auch die Verantwortlichen nicht bestrafen. Was bleibt ist eine
Diffuse Abneigung gegen &#8222;die dort in Br&#252;ssel&#8220;, weil nicht gesehen wird, dass
es vor allem auch die heimischen PolitikerInnen aller Partein sind die dort
diese Entscheidungen ma&#223;geblich mitverantworten.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nur ein &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article16.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Entwirren des Institutionendickichts&lt;/a&gt; k&#246;nnte hier f&#252;r mehr
Durchschaubarkeit sorgen, also eine massive Aufwertung des EU-Parlaments und
damit verbunden eine Abschaffung des Ministerrates (oder dessen
Zur&#252;ckstufung auf rein beratende Funktion) und eine EU-Kommission die direkt
vom Parlament gew&#228;hlt wird und diesem in allem verantwortlich ist. Das w&#228;re
nat&#252;rlich genau das Gegenteil von dem was auf den
Kronenzeitungsleserbriefseiten gefordert wird. Die im EU-Vertrag formulierte
Aufwertung des EU-Parlaments ist nur marginal und wird damit sicher nicht zu
einer weitreichenden Demokratisierung der EU beitragen. Den herrschenden
Eliten ist das nat&#252;rlich sehr willkommen. Je undurschaubarer die
Kompetenzenverteilung zwischen EU und Nationalstaaten ist, desto weniger
m&#252;ssen sie sich f&#252;rchten daf&#252;r verantwortlich gemacht zu werden, wenn sie
wieder mal Sozial- oder Umweltstandards herabsetzen. Wir haben hier also die
paradoxe Situation, dass gerade diejenigen die heute am lautesten gegen die
EU wettern, das gr&#246;&#223;te Hindernis f&#252;r eine echte Demokratisierung sind.
Solange Nationalismus und Rassismus in der EU-vorherrschend sind wird es
keine Demokratisierung geben und umgekehrt. Ein Teufelskreis den es zu
durchbrechen gilt. Daher: Diesen Entwurf ablehnen und einen neuen, radikal
europ&#228;ischen vorlegen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, April 2008&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>



	<item>
		<title>Ministerrat abschaffen - Europaparlament aufwerten</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article16.html</link>
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		<dc:date>2005-12-31T16:53:00Z</dc:date>
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		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Nationalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Undemokratische Strukturen</dc:subject>
		<dc:subject>Intransparente Strukturen</dc:subject>

		<description>Aus demokratiepolitischer Sicht liegt in der jetzigen EU ziemlich viel im argen. &#8222;Wenn die EU in der EU um Mitgliedschaft ansuchen w&#252;rde, so m&#252;sste sie aus demokratiepolitischen Gr&#252;nden abgelehnt werden&#8220; scherzte einmal ein EU Politiker. Als KommunistInnen sind wir vor allem auch InternationalistInnen und begr&#252;&#223;en alles was hilft die engen nationalstaatlichen Grenzen zu &#252;berwinden. Gerade um im Kampf gegen die immer m&#228;chtiger werdenden transnationalen Konzerne, die versuchen mittels (...)

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html" rel="directory"&gt;Europa&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot9.html" rel="tag"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot26.html" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot34.html" rel="tag"&gt;Undemokratische Strukturen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot35.html" rel="tag"&gt;Intransparente Strukturen&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton16.gif&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;149&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Aus demokratiepolitischer Sicht liegt in der jetzigen EU ziemlich viel im argen. &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Wenn die EU in der EU um Mitgliedschaft ansuchen w&#252;rde, so m&#252;sste sie aus demokratiepolitischen Gr&#252;nden abgelehnt werden&#8220;&lt;/i&gt; scherzte einmal ein EU Politiker. Als KommunistInnen sind wir vor allem auch InternationalistInnen und begr&#252;&#223;en alles was hilft die engen nationalstaatlichen Grenzen zu &#252;berwinden. Gerade um im Kampf gegen die immer m&#228;chtiger werdenden transnationalen Konzerne, die versuchen mittels Standortwettbewerb die Nationalstaaten gegeneinander auszuspielen, erfolgreich zu sein brauchen wir auch transnationale politische Kr&#228;fte.&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Dort wo sich der Widerstand gegen den neoliberalen Kapitalismus noch nicht internationalisiert hat so wird er durch die Existenz der EU dazu getrieben. Gewerkschaften, Parteien, NGOs alle werden durch die EU dazu gebracht sich europaweit und international zu vernetzen. Schade dass die ArbeiterInnenbewegung die seit mehr als 160 Jahren den Internationalismus auf ihre Fahnen geschrieben hat dabei dem Kapitalismus noch immer ein St&#252;ck hinterher ist.&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Schon die Bourgeoisie zentralisiert bedeutend. Das Proletariat, weit entfernt davon, hierdurch benachteiligt zu sein, wird vielmehr erst durch diese Zentralisation in den Stand gesetzt, sich zu vereinigen, sich als Klasse zu f&#252;hlen, sich in der Demokratie eine angemessene politische Anschauungsweise anzueignen und endlich die Bourgeoisie zu besiegen. Das demokratische Proletariat hat nicht nur die Zentralisation, wie sie durch die Bourgeoisie begonnen ist, n&#246;tig, sondern es wird sie sogar noch viel weiter durchf&#252;hren m&#252;ssen.&#8220;&lt;/i&gt; &#8212;Friedrich Engels, Der Schweizer B&#252;rgerkrieg. Aus: MEW4:397&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Siehe auch: &lt;a href=&quot;http://qummunismus.at/p/article15.html&quot; class=&quot;spip_in&quot;&gt;Internationalismus bei Marx - aktueller denn je&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Noch trauriger dass in linken Kreisen der Internationalismus heute oft vergessen wird. Dass die SP mit populistischen anti-EU Ressentiments punkten will verwundert nicht, hat sie doch die Parteilinie der Blattlinie kleinformatiger Boulvardbl&#228;tter angepasst, dass auch manche KommunistInnen bei dieser Art von Populismus mitmachen ist aber doch eher befremdlich.&lt;/p&gt; &lt;h3 class=&quot;spip&quot;&gt;Was br&#228;uchte diese EU also wirklich an Ver&#228;nderungen?&lt;/h3&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Neben dem was im Bereich Militarisierung, neoliberaler Wirtschafspolitik schiefl&#228;uft w&#228;re es vorallem eine enorme Demokratisierung. Problematisch ist vorallem die Intransparenz der Entscheidungen wie sie jetzt in der EU gef&#228;llt werden. Kommission (von der kaum jemand wirklich weiss wie sie zustande kommt) Ministerrat und Parlament wirken bei der Gesetzgebung mit. (Das Parlament ist aber in vielen Bereichen oft ausgeschlossen!!). Dass hier 3 Institutionen beteiliegt sind macht das Ganze schon extrem un&#252;bersichtlich.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Kommission ist dabei einerseits die, die am wenigsten demokratische legitimiert ist und andererseits am meisten Macht hat. Nur sie kann Vorlagen f&#252;r Direktiven einbringen. Da kaum jemandem klar ist wie die Kommission zustande kommt kann sie auch getrost die Drecksarbeit &#252;bernehmen. Egal wie unbeliebt sie sich mit ihrer Politik auch mach - da niemand weiss wer jetzt wirklich verantwortlich ist dass diese Gesichter dort aufgetaucht sind kann die W&#228;hlerIn auch niemanden daf&#252;r bestrafen. Sind die Kommisare unbeliebt genug dann k&#246;nnen sie leicht gegen andere Gesichter ausgetauscht werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wichtig f&#252;r eine Demokratisierung w&#228;re es daher die Kommission direkt und transparent vom Parlament bestimmen zu lassen und am besten von diesem auch wieder abw&#228;hlbar. Solange die neoliberalen Parteien im Parlament die Mehrheit haben w&#252;rde das nat&#252;rlich an der Politik nicht unmittelbar viel &#228;ndern, die W&#228;hlerInnen h&#228;tten dann aber zumindest eine Chance zu entscheiden ob sie diese Politik wirklich wollen oder nicht.....&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&#196;hnlich wie mit der Kommission verh&#228;lt es sich mit dem Ministerrat. Auch hier sind die Mitglieder nur sehr indirekt demokratisch legitimiert (&#220;ber Rregierungen in Mitgliedsl&#228;ndern die die Minister entsenden). Auch hier ist meist nicht klar wer wirklich f&#252;r die Schweinerein verantwortlich ist die uns vom Ministerrat aufgetischt werden sollen. So sind Ministerrat und Kommission bequeme Institutionen um unpopul&#228;re Massnahmen durchzudr&#252;cken. Gerade die nationalistische EU-Kritik wie sie von rechts (und auch in linker Verkleidung) oft vorgebracht wird st&#228;rkt hier das undemokratische Instrument noch. So wetterten etwa die selbst ernannten &quot;Ottakringer Kommnuisten&quot; (eine Gruppe die nichts mit der mit LOGO zu tun hat) gegen die &quot;Entm&#252;ndigung der europ&#228;ischen Nationen&quot; und finden sich mit solchen Forderung in einem Boot mit FP&#214; die z.B. Fordert &quot;Jetzt R&#252;ckkehr zum Modell eines Europas der Nationen.&quot; Auch Sch&#252;ssel hat da nichts dagegen und will &quot;Kompetenzen zur&#252;ckgeben an die Nationen&quot;. Kein Wunder denn mit einer St&#228;rkung der Nationen wird auch der Ministerrat gest&#228;rkt und Fortbestand dieses relativ undemkratischen Gremiums weiter gesichert. So spielen die populistischen EU-KritikerInnen und diejenigen die m&#246;glichst intransparente, undemokratische Strukturen brauchen um ihre marktradikale Zerschlagung jeglicher Sozialsysteme durchziehen wollen gegenseitig in die H&#228;nde.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wichtig, aus linker Sicht, w&#228;re es den Einfluss des intransparenten Ministerrates zugunsten des Parlaments zu verringern. Am besten als rein beratendes Gremium ohne Kompetenzen.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;All dies w&#252;rde aus der EU zumindest auf das, ohnehin schon extrem niedrige, Niveau der b&#252;rgelichen Demokratie bringen. Von dort Ausgehend w&#228;re eine vielzahl von Massnahmen notwendig, die allerdings ebenfalls oft einem kleinformatigen Populismus zuwider laufen w&#252;rde. (Schliesslich w&#228;re die Zerschlagung von Medienkonzerne wie z.B. dem Krone/Mediamil Komplex eine der wichtigsten Schritte dabei. Echte Demkratie w&#252;rde unabh&#228;ngige Medien voraussetzen. Momentan sind die Medien aber finanziell von Werbeeinschaltung grosser Geldgeber abh&#228;ngig).&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die Linken m&#252;ssen sich also entscheiden. Wollen wir mit populistischer Kritik auf dem Niveau der Boulvardmedien das System stabilisieren oder wollen wir genaure Analysen und oft auch anfangs unpopul&#228;re Forderungen?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Schaefer - J&#228;nner 2006&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>



	<item>
		<title>Internationalismus bei Marx - aktueller denn je</title>
		<link>http://qummunismus.at/p/article15.html</link>
		<guid isPermaLink="true">http://qummunismus.at/p/article15.html</guid>
		<dc:date>2005-10-18T22:00:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>mond</dc:creator>

<category domain="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html">Europa</category>

		<dc:subject>Nationalismus</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>

		<description>Aktuell sind immer wieder nationalistische und rassistische ' Parolen auf Wahlkampfplakaten diverser Parteien zu lesen. Besonders extrem ist hier nat&#252;rlich die FP&#214; unter Strache, aber auch die anderen Parteien k&#228;mpfen um die xenophobe Stimmen. So versuchte Wolfgang Sch&#252;ssel mit seiner Position gegen die EU-Vollmitgliedschaft der T&#252;rkei f&#252;r Klasnic Stimmung zu machen und Alfred Gusenbauer gratulierte ihm daf&#252;r. Besonders peinlich ist es aber, wenn Gruppen (so wie die sogenannten &quot;Ottakringer (...)

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/rubrique5.html" rel="directory"&gt;Europa&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot9.html" rel="tag"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://qummunismus.at/p/mot26.html" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src=&quot;http://qummunismus.at/p/IMG/arton15.gif&quot; alt=&quot;&quot; align=&quot;right&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;200&quot; class=&quot;spip_logos&quot; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;Aktuell sind immer wieder nationalistische und rassistische ' Parolen auf Wahlkampfplakaten diverser Parteien zu lesen. Besonders extrem ist hier nat&#252;rlich die FP&#214; unter Strache, aber auch die anderen Parteien k&#228;mpfen um die xenophobe Stimmen. So versuchte Wolfgang Sch&#252;ssel mit seiner Position gegen die EU-Vollmitgliedschaft der T&#252;rkei f&#252;r Klasnic Stimmung zu machen und Alfred Gusenbauer gratulierte ihm daf&#252;r. Besonders peinlich ist es aber, wenn Gruppen (so wie die sogenannten &quot;Ottakringer Kommunisten&quot;) unter dem Label &quot;Kommunistisch&quot; versuchen, mit der in den in den Reihen von NationalistInnen, PatritotInnen und RassistInnen sehr popul&#228;ren, Forderung nach einem EU-Austritt W&#228;hlerInnenstimmen zu werben.&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Damit hier keine Missverst&#228;ndnisse aufkommen: Als jemand der u.a., durch den Kampf gegen Software Patente in der EU, viele der Demokratiedefizite gut kennt, kann ich sagen: Diese EU, so wie sie heute konstituiert ist, f&#228;llt selbst hinter die auch im b&#252;rgerlichen Nationalstaat schon extrem unterentwickelte, Demokratie noch weit zur&#252;ck und ist auch sonst in vielen Bereich extrem zu kritisieren (neoliberale Ideologie, die in den Vertr&#228;gen festgeschrieben wurde und die auch in die neue Verfassung integriert werden sollte, Militarismus, etc, etc..). Zurecht habe wir gemeinsam mit vielen sozalen Bewegungen, Attac, Gewerkschaften, und GenossInnen aus ganz Europa gegen die geplante neue Verfassung gek&#228;mpft und waren damit in Frankreich und den Niederlanden auch erfolgreich. Der gemeinsame Kampf f&#252;r ein &quot;anderes Europa&quot; hat wohl auch Europa mehr geeint als sonst irgend etwas es k&#246;nnte.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Aber eine Austrittsforderung ist doch etwas ganz Anderes. Abgesehen davon, dass man/frau damit Zuspruch von der falschen, weil rechten, nationalistischen und rassistischen Seite bekommt, ist dies auch aus anderen Gr&#252;nden keine sinnvolle linke Forderung.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der globalisierten Welt der transnationalen Konzerne kann kein Kampf gegen das kapitalistische System nur auf nationaler Ebene gef&#252;hrt werden. Klimaver&#228;nderung, Gentechnik, Software-Patente,Privatisierung &#246;ffentlichen Eientums, Lohndumping, Outsourcing, Standortwettbewerb, Spam, etc, etc.. all diese Fragen sind globale Fragen und k&#246;nnen nur mit globalen K&#228;mpfen erfolgreich beantwortet werden.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;span class='spip_document_8 spip_documents spip_documents_right' style='float:right; width:200px;' &gt;
&lt;img src='http://qummunismus.at/p/local/cache-vignettes/L200xH250/marx-36a1b.jpg' width='200' height='250' alt=&quot;Karl Marx&quot; title=&quot;Karl Marx&quot; style='height:250px;width:200px;' class='' /&gt;&lt;/span&gt; Marx und Engels waren gl&#252;hende Internationalisten. Hier ein Zitat, das sich so liest als w&#228;re es erst gestern und nicht erst vor mehr als 150 Jahren geschrieben worden:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Schon die Bourgeoisie arbeitet durch ihre Industrie, ihren Handel, ihre politischen Institutionen darauf hin, &#252;berall die kleinen, abgeschlossenen, nur f&#252;r sich lebenden Lokalit&#228;ten aus ihrer Vereinzelung herauszurei&#223;en, sie miteinander in Verbindung zu bringen, ihre Interessen miteinander zu verschmelzen, ihren lokalen Gesichtskreis zu erweitern, ihre lokalen Gebr&#228;uche, Trachten und Anschauungsweisen zu vernichten und aus den vielen bisher voneinander unabh&#228;ngigen Lokalit&#228;ten und Provinzen eine gro&#223;e Nation mit gemeinsamen Interessen, Sitten und Anschauungen zu bilden.
Schon die Bourgeoisie zentralisiert bedeutend. Das Proletariat, weit entfernt davon, hierdurch benachteiligt zu sein, wird vielmehr erst durch diese Zentralisation in den Stand gesetzt, sich zu vereinigen, sich als Klasse zu f&#252;hlen, sich in der Demokratie eine angemessene politische Anschauungsweise anzueignen und endlich die Bourgeoisie zu besiegen. Das demokratische Proletariat hat nicht nur die Zentralisation, wie sie durch die Bourgeoisie begonnen ist, n&#246;tig, sondern es wird sie sogar noch viel weiter durchf&#252;hren m&#252;ssen. W&#228;hrend der kurzen Zeit, in der das Proletariat in der franz&#246;sischen Revolution am Staatsruder sa&#223;, w&#228;hrend der Herrschaft der Bergpartei, hat es die Zentralisation mit allen Mitteln, mit Kart&#228;tschen und der Guillotine durchgesetzt. Das demokratische Proletariat, wenn es jetzt wieder zur Herrschaft kommt, wird nicht nur jedes Land f&#252;r sich, sondern sogar alle zivilisierten L&#228;nder zusammen so bald wie m&#246;glich zentralisieren m&#252;ssen.&#8220;&lt;/i&gt; &#8212; Friedrich Engels, Der Schweizer B&#252;rgerkrieg &#8212;
Karl Marx - Friedrich Engels - Werke, Band 4, S 397&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Oder hier ein Zitat aus einem Brief von Engels an Marx aus dem Jahre 1866. Am 25 Juli schrieb er, auf das Bismarcksche Deutschland Bezug nehmend:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Die Geschichte in Deutschland scheint mir jetzt ziemlich einfach. Von dem Augenblick an, wo Bismarck den kleindeutschen Bourgeoisplan mit der preu&#223;ischen Armee und so kolossalem skuzess
durchf&#252;hrte, hat die Entwicklung in Deutschland diese Richtung so entschieden genommen, dass wir ebensogut wie andere das fait accompli (vollendete tatsachen) anerkennen m&#252;ssen, we may like it
or not.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sie Sache hat das Gute, dass sie die Situation vereinfacht... die ganze Kleinstaaterei wird in die Bewegung hineingerissen, die schlimmsten lokalisierenden Einfl&#252;sse h&#246;ren auf, und die Parteien werden endlich wirklich nationale, statt bloss lokale&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Marx pflichtete dem bei, als er antwortete:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;F&#252;r die Arbeiter ist nat&#252;rlich alles g&#252;nstig, was die Bourgeoisie zentralisiert&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der &lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Kritik des Gothaer Programms&#8220;&lt;/i&gt; schreibt Marx:&lt;/p&gt; &lt;blockquote class=&quot;spip&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;&lt;i class=&quot;spip&quot;&gt;&#8222;Es versteht sich ganz von selbst, dass, um &#252;berhaupt k&#228;mpfen zu k&#246;nnen, die Arbeiterklasse sich bei sich zu Haus organisieren muss als Klasse, und da&#223; das Inland der unmittelbare Schauplatz ihres Kampfes ist. Insofern ist ihr Klassenkampf, nicht dem Inhalt, sondern, wie das &quot;Kommunistische Manifest&quot; sagt, &quot;der Form nach&quot; national. Aber der &quot;Rahmen des heutigen nationalen Staats&quot;, z.B.
des Deutschen Reichs, steht selbst wieder &#246;konomisch &quot;im Rahmen des Weltmarkts&quot;, politisch &quot;im Rahmen des Staatensystems&quot;. Der erste beste Kaufmann wei&#223;, da&#223; der deutsche Handel zugleich ausl&#228;ndischer Handel ist, und die Gr&#246;&#223;e des Herrn Bismarck besteht ja eben in seiner Art internationaler Politik.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Und worauf reduziert die deutsche Arbeiterpartei ihren Internationalismus? Auf das Bewu&#223;tsein, da&#223; das Ergebnis ihres Strebens &quot;die internationale V&#246;lkerverbr&#252;derung sein wird&quot; - eine dem b&#252;rgerlichen Freiheits- und Friedensbund entlehnte Phrase, die als &#196;quivalent passieren soll f&#252;r die internationale Verbr&#252;derung der Arbeiterklassen im gemeinschaftlichen Kampf gegen die herrschenden Klassen und ihre Regierungen. Von internationalen Funktionen der deutschen Arbeiterklasse also kein Wort! Und so soll sie ihrer eignen, mit den Bourgeois aller andern L&#228;nder bereits
gegen sie verbr&#252;derten Bourgeoisie und Herrn Bismarcks internationaler Verschw&#246;rungspolitik das Paroli bieten!&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der Tat steht das internationale Bekenntnis des Programms noch unendlich tief unter dem der Freihandelspartei. Auch sie behauptet, das Ergebnis ihres Strebens sei &quot;die internationale
V&#246;lkerverbr&#252;derung&quot;. Sie tut aber auch etwas, um den Handel international zu machen, und begn&#252;gt sich keineswegs bei dem Bewu&#223;tsein - da&#223; alle V&#246;lker bei sich zu Haus Handel treiben.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Die internationale T&#228;tigkeit der Arbeiterklassen h&#228;ngt in keiner Art von der Existenz der &quot;Internationalen Arbeiterassoziation&quot; ab. Diese war nur der erste Versuch, jener T&#228;tigkeit ein
Zentralorgan zu schaffen; ein Versuch, der durch den Ansto&#223;, welchen er gab, von bleibendem Erfolg, aber in seiner ersten historischen Form nach dem Fall der Pariser Kommune nicht l&#228;nger durchf&#252;hrbar war.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;So, wenn also schon im Jahre 1875 der nationale Rahmen f&#252;r unser Bem&#252;hen um Ver&#228;nderung zu eng war, was ist dann heute?&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Was w&#228;re, wenn die &quot;Raus aus der EU&quot; Forderung nach 10 Jahren von &quot;Erfolg&quot; gekr&#246;nt w&#228;re? W&#252;rde daraus ein sozialistischer Nationalstaat entstehen k&#246;nnen? Wie viel Handlungsspielraum h&#228;tte dieser in der globalisierten Welt? Selbst wenn es mehrere Staaten g&#228;be, die aus der EU austreten w&#252;rden: Wer w&#252;rde es schaffen, den Leuten die man/frau Jahrzehnte lang gegen &quot;zentrale B&#252;rokratie&quot;
aufgehetzt hat, klar zu machen, dass das erste, was zu tun ist, wieder ein m&#246;glichst enger Zusammenschluss dieser Kr&#228;fte ist? Die Vorstellung ist absurd.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der b&#252;rgerliche Nationalstaat war Jahrzehnte lang ein bew&#228;hrtes Mittel der reaktion&#228;ren Kr&#228;fte, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen und von den Klassengegens&#228;tzen abzulenken und hat sich die Handelshemmnisse gerne geleistet. Der Kapitalismus ist sich seines Sieges aber so sicher geworden, dass er inzwischen meint, darauf verzichten zu k&#246;nnen. Belehren wir ihn eines besseren :-)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Eines darf nat&#252;rlich nicht vergessen werden: Die Gefahr eines Supranationalismus, in dem jetzt Kontinente gegen einander aufgehetzt werden wie es fr&#252;her Nationen waren. Wir m&#252;ssen uns daher klar gegen einen dumpfen Anti-Islamismus ebenso wehren wie gegen den, in manchen, sich als links verstehenden Kreisen, kursierenden dumpfen Anti-Amerikanismus positionieren.&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Gemeinsam auf allen Kontinenten f&#252;r eine andere Welt!&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;(Siehe auch: Streifz&#252;ge: &lt;a href=&quot;http://www.streifzuege.org/str_autor_03-1__rez_aok-leipzig_040422_internationalismus.html&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Gegen Internationalismus&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt; &lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Franz Sch&#228;fer, J&#228;nner 2006&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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